Unter dem ewigen Eis der Antarktis entdecken russische Satelliten einen See von gigantischen Ausmaßen. Seit über einer halben Million Jahre von der Außenwelt isoliert. Ein Forschungsteam arbeitet sich durch den 3000 Meter dicken Eispanzer, um dem prähistorischen Gewässer seine lang gehüteten Geheimnisse zu entreißen. Und die Mühe wird belohnt. Die Wissenschaftler werden fündig. Aber das, was sie aus den Tiefen mit nach oben bringen, hätte niemals aus seinem Gefängnis befreit werden dürfen. (CD-Cover)
Rezension:
Das Hörspiel aus der Feder von Andreas Masuth mit dem treffenden Titel „Das Ding aus der Tiefe“ ist zwar einerseits amüsant zu hören, nüchtern betrachtet beinhaltet diese Folge allerdings nichts Außergewöhnliches und Einmaliges. Ein Art Monster, jahrtausende lang abgeschottet von unserer Welt, wird von den russischen Wissenschaftlern quasi aufgeweckt und macht sogleich jagt auf die Mannschaft. Was die Handlung angeht, hat sich Masuth also nicht mit Ruhm bekleckert.
Auch von der Umsetzung dieser Folge war ich etwas enttäuscht. Die Handlung spielt wie erwähnt, auf einer wissenschaftlichen Forschungsstation mitten in der eisigen Antarktis. Von dieser Umgebung und dem Treiben auf solch einer Basis bekommt man als Hörer - vor allem zu Beginn des Hörspiels - nicht viel mit, denn zu hören sind immer nur die drei Hauptpersonen. Die Umgebung wirkt dabei so steril und aufgesetzt, dass eine wirkliche Arktis-Atmosphäre nicht aufkommt, die Handlung könnte genauso gut an jedem beliebigen Ort der Welt spielen. Auch ist im Hörspiel ständig die Rede von anderen Wissenschaftlern, doch zu hören kriegt man diese leider erst einmal überhaupt nicht. Arkustisch realistisch klingt das Hörspiel so leider überhaupt nicht. Es entsteht vielmehr der unschöne Eindruck, dass das gesamte Hörspiel eben nur aus diesen drei Sprechern besteht, was ja nicht der Fall ist, wie sich spätestens in der zweiten Hälfte herausstellt.
Auch die Dialoge finde ich nicht authentisch, obwohl sich die Sprecher allesamt wirklich Mühe geben. Sandra Swittauch, Tobias Lelle und Philipp Brammer leisten eine gute Arbeit. Was nicht verwunderlich ist, schließlich gehören sie zu der Stammbesetzung bei Maritim. Alle Sprecher sind alte Hasen im Geschäft und das einzige Manko, was hier bemängelt werden kann, ist die Tatsache, dass man sich an Sandra Swittauch, Volker Brandt, Hartmut Neugebauer und Co langsam sattgehört hat, weil sie nicht nur in „Das Ding aus der Tiefe“, sondern praktisch in jedem Maritim-Hörspiel präsent sind. Das gilt auch für die Musik. Auch hier werden dem Hörer keine nie da gewesenen Klang-Explosionen geboten, sondern nur solides Hörspielmittelmaß.
Nachdem weder die Handlung noch die technische Umsetzung richtig überzeugen können, wird der Hörer ganz am Ende des Hörspiels doch ein klein wenig entschädigt. Denn den größten Unterhaltungsfaktor in dieser Folge bietet der letzte Track. Hier sind wieder einige lustige Outtakes zu hören, die während der Produktion entstanden sind. Und diese sind auf jeden Fall hörenswert.

Unter dem ewigen Eis der Antarktis entdecken russische Satelliten einen See von gigantischen Ausmaßen. Seit über einer halben Million Jahre von der Außenwelt isoliert. Ein Forschungsteam arbeitet sich durch den 3000 Meter dicken Eispanzer, um dem prähistorischen Gewässer seine lang gehüteten Geheimnisse zu entreißen. Und die Mühe wird belohnt. Die Wissenschaftler werden fündig. Aber das, was sie aus den Tiefen mit nach oben bringen, hätte niemals aus seinem Gefängnis befreit werden dürfen. (CD-Cover)










