Luke Wilcox verbrennt bei lebendigem Leib in seinem Bett. Doch eigene Fahrlässigkeit in Form einer glimmenden Zigarette scheidet aus. Wilcox war Nichtraucher. Kurze Zeit später stirbt ein weiterer Mann. Scheinbar aus dem Nichts entflammt sich sein Kopf. Die gerichtsmedizinische Abteilung des NYPD um Dr. Russel Owen steht vor einem Berg unbeantworteter Fragen. Und als wäre das nicht genug, gibt ein weiterer Todesfall Rätsel auf. Ein merkwürdiger Arbeitsunfall. Sicherlich kann ein Sturz aus großer Höhe tödlich enden. Nur – warum zeigt das Opfer dann deutliche Erstickungszeichen? Woran erstickt man im leeren Saal eines im Bau befindlichen Hotels? (CD-Cover)
Rezension:
Hat eigentlich lange genug gedauert bis jemand auf die Idee kam, erfolgreiche Fernsehserien aller „C.S.I.“, „Medical Detektive“ und „Dr. House“ als Vorbild für eine Hörspielserie zu benutzen. Nun hat Andreas Masuth – alter Hase bei Maritim - eben diese Idee einer Pathologie-Krimi-Serie aufgegriffen und aus dem Stoff unter wissenschaftlicher Beratung eine ganze Serie gestrickt. Gleich in der ersten Folge mit dem Titel „Feuer und Flamme“ bekommt es das New Yorker Ermittlerteam um Russel Owen gleich mit einem heißen Fall zu tun. Drei völlig unterschiedliche Leichen landen auf dem Obduktionstisch, die unterschiedlicher nicht sein können.
Der erste Eindruck einer neuen Serie ist ja immer besonders wichtig, denn dieser ist doch prägend. Das Thema ist spannend, der erste Fall des Ermittlerteams, bestehend aus Chefpathologe Owen und seinen Kollegen Melissa Cavallero und Kyle Anderson, spannend und mysteriös zu gleich. Vom Inhalt her, hat die neue Serie also absolut etwas zu bieten, der Fall driftet fast schon in Nische „Akte X“ ab. Was mir allerdings nicht ganz gefällt, sind die Figuren. Warum muss Russel Owen so ein übertrieben arrogantes Arschloch sein? Und dann diese dämlichen Macho-Dialoge und -Monologe, die Sprecher Wolfgang Condrus nicht einmal richtig glaubhaft rüber bringt. Das ist schade, denn eigentlich sollte Wolfgang Condrus Spezialist sein, war er doch Synchronsprecher in der Fernsehserie „Navy C.S.I.“. Ein bisschen weniger Übertreibung und die Rolle der Leitfigur in der sonst so viel versprechenden Serie ist perfekt für den Sprecher.
Die anderen Hauptfiguren, gesprochen von Ghadah Al-Akel und Norman Matt dagegen machen ihren Job um einiges besser und das Zusammenspiel mit den anderen Figuren passt tadellos. Vor allem Klaus Dieter Klebsch in einer Nebenrolle spielt sein Können wieder voll aus.
Maritim ist ein alter Hase im Hörspielgeschäft und so wundert es nicht, dass an der musikalischen Untermalung alles stimmig ist und die Klangkulisse in sich sehr stimmig wirkt. Musik und Geräusche machen die Handlung noch spannender und realistischer. Die einzelnen Szenen kann man sich sehr gut vor Augen führen und den Geschehnissen ohne Probleme folgen, auch wenn man von medizinischen Dingen und Begriffen wenig Ahnung hat. Das Schönste an der Serie ist allerdings die Tatsache, dass die Protagonisten sich eigentlich ständig selbst mit ihren Fernsehvorbildern vergleichen und sich und die Hörspielserie damit eigenmächtig auf die Schippe nehmen.
Arbeitet man noch ein wenig an den Hauptcharakteren, die doch sehr überzeichnet sind, dürfte aus „NYPDead“ eine Serie mit Zukunft werden, die ihren Fernsehvorbildern in nichts nachsteht und sich absolut nicht zu verstecken braucht. Der Anfang ist gemacht und die Weichen für eine erfolgreiche Reihe, bei der sogar das Cover überzeugt, sind gestellt.

Luke Wilcox verbrennt bei lebendigem Leib in seinem Bett. Doch eigene Fahrlässigkeit in Form einer glimmenden Zigarette scheidet aus. Wilcox war Nichtraucher. Kurze Zeit später stirbt ein weiterer Mann. Scheinbar aus dem Nichts entflammt sich sein Kopf. Die gerichtsmedizinische Abteilung des NYPD um Dr. Russel Owen steht vor einem Berg unbeantworteter Fragen. Und als wäre das nicht genug, gibt ein weiterer Todesfall Rätsel auf. Ein merkwürdiger Arbeitsunfall. Sicherlich kann ein Sturz aus großer Höhe tödlich enden. Nur – warum zeigt das Opfer dann deutliche Erstickungszeichen? Woran erstickt man im leeren Saal eines im Bau befindlichen Hotels? (CD-Cover)










