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Hörbuch: Adams van Ghoot (2) - Für die Jahreszeit zu kalt Hot

adams-van-ghoot-002-cover(Erde, ferne Zukunft) Während Bovs Freundin Jenny ein bisschen Abstand sucht und dabei an Gott, Radiomoderatoren und Untote gerät, proben die Hologramme den Aufstand. Parallel geraten Bov und Adams vom Planeten Ghoot im Jahr 987 aneinander. Beide wollen den Goldschmucks des alten Wikingerkönigs Blauzahn, um ihren Freundinnen zu imponieren. Doch auch Bov und Adams werden in einen Aufstand verwickelt, während es zu allem Überfluss für die Jahreszeit auch noch viel zu kalt ist. (CD-Cover)

Rezension:

Mit „Für die Jahreszeit zu kalt“ liegt also der zweite Teil der „Adams van Ghoot“-Reihe vor. Über den  Vorgänger sind die Meinungen weit auseinander gegangen und das Hörspiel hat polarisiert. Für das „van Ghoot“-Hörspiel scheint die Devise zu gelten, entweder man liebt es oder man hasst es. Von dieser Sicht aus ist es von Produzent und Drehbuchschreiber Oliver Wenzlaff also mehr als mutig, nun den zweiten Teil ins Rennen zu schicken und die verrückte Geschichte von Bov und Jenny weiter zu spinnen. Wer Teil eins gehört hat, kann sich denken, dass auch der Nachfolger voll gepackt ist mit seltsame Gestalten, Untoten und Wortspielen aller Art. Lustig oder absoluter Quatsch?

Wie auch immer … Die Geschichte beginnt mit Jennys Zweifeln an ihrer Beziehung zu Bov. Es kriselt in der Paarbeziehung, soviel steht fest. Doch nicht nur hier kriselt es, sondern auch die Hologramme planen einen Aufstand, der sich auf das Leben – und sogar auf das Wetter – aller auswirkt. Soweit könnte der normale Hörspielhörer der Handlung ja noch folgen, doch dann gerät das Hörspiel wieder völlig aus der Bahn und die Handlung wird zur reinen Nebensache. Witzige, dämliche und überflüssige Momente reihen sich aneinander und als Hörer weiß man einfach nicht, ob man lachen oder weinen soll?! Nach dem Motto: Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Zu allem Übel kommt noch die Tatsache, dass es sich auch hier wieder um eine Doppel-CD handelt. Das heißt für den leidensfähigen Hörer, tapfer sein und das auch noch in Überlänge. Mal ehrlich, wenn die Story nicht ganz so flach geraten wäre und die Sprüche nicht ganz so sinnbefreit, hätte sich der Kauf dieses Hörspiels für alle „Per Anhalter durch die Galaxis“-Fans vielleicht sogar lohnen können. Doch unter diesen Voraussetzungen ist eine Kaufempfehlung absolut nicht auszusprechen. Sorry, Oliver! Vereinzelt sind ein paar nette Gags dabei - vor allem das Mitwirken von Gott höchstpersönlich ist amüsant, doch diese netten Einfälle gehen im ganzen Plot einfach unter.

Eins muss man allerdings anerkennen. Die beteiligten Sprecher legen sich allesamt mächtig ins Zeug. Gundi Eberhard und Philipp Moog fungieren wieder als Jenny und Bov. Ihre Darbietung ist einsame Klasse, da kann mir niemand etwas Anderes erzählen, doch im Gesamtpaket betrachtet, kommen die tollen Stimmen gegen den platten Inhalt leider nicht an. Dass der Inhalt mau ist, hat wohl Andreas Fröhlich nach Fertigstellung der ersten Folge auch gemerkt und ist als Erzähler in der Fortsetzung erst gar nicht mehr angetreten. Seinen Part hat Norman Matt übernommen, dessen Stimme sich als guter Ersatz herausstellt. Überhaupt sind in „Für die Jahreszeit zu kalt“ viele, viele begnadete Sprecher zu hören. So ist Karen Schulz-Vobach als Sekretärin ebenso zu hören wie Engelbert von Nordhausen als lieber Gott.

So gut wie die Sprecher, ist auch die Umsetzung des Hörspiels. Das Handwerk stimmt, die Geräusche machen die Handlung lebendig und die Musik tut ihr Übriges. Doch das nutzt leider alles überhaupt nichts, weil der Funke partout nicht überspringen mag. Ein gutes Beispiel dafür, dass Geschmäcker auch bei Hörspielen total verschieden ausfallen können. Was Oliver Wenzlaff saukomisch findet, ruft bei den meisten anderen leider nur ein müdes Lächeln hervor. Hoffentlich war das der letzte Streich von Jenny und Bov, denn noch ein Teil wäre absolut zuviel des Guten.


Hoerspiel-Info

Name Adams van Ghoot (2) - Für die Jahreszeit zu kalt
Serie Adams van Ghoot
Autor Oliver Wenzlaff
Sprecher Norman MattMarkus StolbergGundi EberhardPhilipp MoogEngelbert von NordhausenMichael TietzKaren Schulz-Vobach
Genre Science-Fiction
Art Hörspiel
Spielzeit 120 Minuten
Veröffentlichung 26. Juni 2008

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Fazit und Bewertung

Gesamt: 
 
5.9
Inhalt:
 
3.0
Sprecher:
 
9.0
Musik/Geräusche:
 
7.0
Umsetzung:
 
7.0
Cover:
 
5.0
Geschrieben von Anke Bokelberg
28 Dezember 2009
 
Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Diese Art von Comedy-Hörspiel ist nicht jedermanns Geschmack.
 


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