Geisterhafte Musik weht durch das alte Hamburger Kapitänshaus. Ist es wirklich der Fluch der Papageienmumien, die ein Vorfahr im Haus hinterlassen hat? Oder sind es profanerer Gründe, aus denen man die rüstige Kapitänswitwe Hansen in den Wahnsinn treiben will? Peter Lundt glaubt nicht, dass Übersinnliches im Spiel ist. Schon gar nicht, als die berüchtigten Geisterjäger der „Detektei Drilling“ das Spielfeld betreten. Was führen Jonas, Roberto und Pedro Jost im Schilde? (CD-Cover)
Rezension:
Peter Lundt, der bilde, Hamburger Detektiv, bekommt es diesmal mit einem Fall der besonderen Art zu tun. Denn anstatt Ganoven, Betrüger oder Mörder zu jagen, ist er in „Dreiklang des Bösen“ mehr damit beschäftigt, einen Geist zu jagen, der auf dem Dachboden der Witwe Hansen sein Unwesen treibt. Klingt so gar nicht nach Peter Lundt? Das kann man wohl sagen! Wie Arne Sommer auf diese (sagen wir es mal freundlich) Lundt-untypische Geschichte gekommen ist, weiß der Himmel. Wahrscheinlich wurde Sommer, nachdem die Lundt-Serie ja seit einiger Zeit unter dem Label der Lauscherlounge beheimatet ist, von Oliver „Justus“ Rohrbeck höchstpersönlich inspiriert. Oder Sommer hat sich seit langem einmal mehr durch seine Drei-Fragezeichen-Hörspielsammlung gehört.
Wie dem auch sei … Diese Folge ist auf ganzer Linie gespickt mit Anlehnungen an die „Drei Fragezeichen“ aus Rocky Beach. Witzig gemeint? Garantiert! Passend für ein Peter-Lundt-Hörspiel? Garantiert nicht! „Dreiklang des Bösen“ ist eine Gradwanderung zwischen Ernsthaftigkeit und Lächerlichkeit! Was sollen diese ganzen Anspielungen von Wohnwagen bis Schrottplatz? Und dann steht den ermittelnden Drillings-Brüdern mit Beruf Geisterjäger auch noch der 30. Geburtstag bevor? Keine Frage, die ganzen Anspielungen sind auf irgendeine Art witzig, doch dadurch rutscht die Folge leicht ins Lächerliche und fällt somit unter die Kategorie „Geschmackssache“.
Weniger Geschmackssache ist die Besetzung der Rollen, denn hier muss ich gleich vorweg ein großes Lob aussprechen. Peter Lundt bekommt wie eh und je seine unverkennbare Stimme von Mark Bremer geliehen. An dessen Seite findet sich Elene Wilms als Anna Schmidt. Die Dialoge zwischen den beiden sind wie immer genial und es macht einen riesigen Spaß zuzuhören. Die Drillings-Geisterjäger, Jonas, Pedro und Roberto bekommen ihre Stimmen von Tammo Kaulbarsch, Tobias Schmidt und Leonhard Mahlich. Die drei Sprecher haben allsamt bereits einige Erfahrung im Hörspielgeschäft und das hört man natürlich auch. Obwohl die Jungs eher denen von „Point Whitmark“ als nach den „Drei Fragezeichen“ ähneln, was die Stimmen angeht. Sehr gefällt mir persönlich Rosemarie Wohlbauer in der Rolle der Henriette Hansen.
Soundkulisse und Geräusche schließen sich auch in Folge zehn ganz den Vorgängern an. Astreine technische Produktion, anders kann man das Gehörte nicht beschreiben. Nur Peter Lundts Wecker ("Es ist 21 Uhr und 3 Minuten") reizt auf Dauer ganz schön die Hörnerven, ist auf der anderen Seite aber bereits so kultig, das er gar nicht mehr wegzudenken ist.
Für die nächste Folge wünsche ich mir bitte, bitte, bitte den alten, wunderbaren, unerschütterlichen Peter Lundt wieder herbei, mit klassischen Fällen aus der Hamburger Unterwelt.

Geisterhafte Musik weht durch das alte Hamburger Kapitänshaus. Ist es wirklich der Fluch der Papageienmumien, die ein Vorfahr im Haus hinterlassen hat? Oder sind es profanerer Gründe, aus denen man die rüstige Kapitänswitwe Hansen in den Wahnsinn treiben will? Peter Lundt glaubt nicht, dass Übersinnliches im Spiel ist. Schon gar nicht, als die berüchtigten Geisterjäger der „Detektei Drilling“ das Spielfeld betreten. Was führen Jonas, Roberto und Pedro Jost im Schilde? (CD-Cover)










