Über dreihundert Jahre ist es her, dass Point Whitmark seine letzte Sonnenfinsternis erlebte. Seltsame Besucher strömen in das Küstenstädtchen. Und nicht alle verfolgen gute Absichten. Das Vermächtnis der Familie Goodwinter verwickelt Jay, Tom und Derek in die unaussprechlichen Gräuel der Vergangenheit. Bringen die fiebrigen Tränen tatsächlich den Tod? Zu spät begreifen die Jungen, dass der verbotene Fund niemals in die falschen Hände gelangen darf. Als der Himmel sich verdunkelt, ist die Katastrophe unausweichlich … (Cover)
Rezension:
Um es gleich vorweg zu nehmen: Diesmal hat Hörspielschreiber Volker Sassenberg wirklich den Vogel abgeschossen. Diese Folge ist jetzt schon Kult! Doch der Reihe nach: In dem kleinen Küstenstädtchen Point Whitmark herrscht helle Aufregung! Zum einen steht eine totale Sonnenfinsternis vor der Tür und zusätzlich feiert "Kathys Restaurant" 25jähriges Bestehen. Material genug also für die drei Freunde Jay, Derrek und Tom und ihrem lokalen Radiosender im alten Leuchtturm. Alles läuft gut, bis plötzlich mysteriöse Leute „von der Regierung“ in Point Whitmark auftauchen und beginnen, gezielt Fragen zu stellen.
Die merkwürdigen Männer mit der jungen Frau an ihrer Seite sprechen mit „kanadischen Akzent“ und dürften fleißigen Hörspielhörern keine Unbekannten sein, heißen sie doch Bakerman, Larry Newman und Joys Kramer. Die drei Figuren aus Volker Sassenbergs Mystery-Serie „Gabriel Burns“ statten in der Jubiläumsfolge dem kleinen Point Whitmark einen Besuch ab. Beim Hören des Satzes „Mein Name ist Bakerman.“ in der unverwechselbaren Stimme von Ernst Meincke hat es mir wirklich die Sprache verschlagen. „Gabriel Burns“ trifft auf „Point Whitmark“! Einfach genial! Ob die Grauen Engel in der Küstenstadt eingefallen sind oder Point Whitmark einer der zehn fahlen Orte ist, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Das muss jeder selber gehört haben. Doch soviel sei verraten: Diese Folge bleibt spannend bis zum Schluss.
Stellt sich beim Hören zwangsläufig auch die Frage, ob Sassenberg die Ideen für seine Serie ausgegangen sind oder ob er einfach nur eine große Portion Humor besitzt. Ich tippe auf Letzteres. Allein die Tatsache, dass Bakerman und Co mit ihren Originalstimmen von Ernst Meincke, Björn Schalla und Bianca Krahl einen Gastauftritt in einem Kinderhörspiel haben, ist einfach genial und wirklich saukomisch! Ein weiterer Höhepunkt ist in meinen Augen der Auftritt von Billy Boy, der sich gerade im „Stimmbruch befindet“. Sprecher Luis Fischer verkörpert diesen treudoofen Jungen einfach perfekt mit einer Mischung aus liebenswürdiger Blödheit und großer Naivität.
Lenkt man sein Gehör auf die eigentliche Geschichte und sieht von der „Gabriel-Burns“-Besetzung einmal ab, so stellt man fest, dass „Die fiebrigen Tränen“ auch ohne Gastauftritt eine durch und durch gelungene Point-Whitmark-Folge darstellt. Auch alle anderen Haupt- wie Gastsprecher geben in dieser kleinen Jubiläumsfolge ihr Bestes, sind es Eberhard Prüter als Mr. Sorka oder Bettina von Nordhausen in der Rolle von Mrs. Miller.
Warum die drei „Kanadier“ allerdings nicht in der Besetzungsliste auftauchen, ist mir ein Rätsel. Doch da das die einzige Kritik meinerseits an dieser rundum gelungenen Folge ist, sei darauf gesch…..en! Vom Cover bis zur abwechslungsreichen Musikuntermalung ist alles stimmig bis ins kleinste Detail.

Über dreihundert Jahre ist es her, dass Point Whitmark seine letzte Sonnenfinsternis erlebte. Seltsame Besucher strömen in das Küstenstädtchen. Und nicht alle verfolgen gute Absichten. Das Vermächtnis der Familie Goodwinter verwickelt Jay, Tom und Derek in die unaussprechlichen Gräuel der Vergangenheit. Bringen die fiebrigen Tränen tatsächlich den Tod? Zu spät begreifen die Jungen, dass der verbotene Fund niemals in die falschen Hände gelangen darf. Als der Himmel sich verdunkelt, ist die Katastrophe unausweichlich … (Cover)










