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Hörbuch: Die Wolf-Gäng (3) - Der Wächter der Wahrheit Hot

wolf-gaeng-003-coverWarum glauben Vlad und Wolf, Faye hätte mit der fiesen Schweinebande Krötenmemory am Trauernichttümpel gespielt - obwohl sie sich selbst überhaupt nicht daran erinnern kann? Faye ist stinksauer. Und weshalb schicken alle Eltern ihre Kinder mitten in der Nacht zur Schule, weil sie glauben, dass schon früher Morgen ist? In Crailsfelden ist die Welt aus den Fugen geraten. Faye und ihre Freunde Wolf und Vlad wollen wissen, wer sie auf den Kopf gestellt hat ... (Cover)

Rezension:

Crailsfelden ist eine seltsame Stadt mit ebenso seltsamen Einwohnern, soviel steht fest. Dass hier die Dinge etwas Anders laufen als anderswo, haben wir beim Hören der letzten beiden Folgen bereits festgestellt. Doch gehen hier wirklich die Uhren anders? Jedenfalls scheint das Zeitempfinden bei dem einen oder anderen Crailsfeldener etwas verloren gegangen zu sein. Merkwürdige Dinge geschehen und die Zeit scheint nur so im Flug zu vergehen. Warum war Faye mit der verfeindeten Schweinebande am Trauernichttümpel? Und wieso werden die Schüler von ihren Eltern mitten in der Nacht zur Schule geschickt? Die Wolf-Gäng ist verwirrt – und der Hörer ist es auch.

Wie bereits in Folge 2 ist die Erzählweise auch hier wieder mehr als konfus. Der Hörer wird vor vollendete Tatsachen gestellt und ist in der ersten Hälfte nicht minder verwirrt. Was ist hier los und worum geht es eigentlich? Dachte ich noch, dass diese Folge im Vergleich zur Vorgängerfolge nur noch besser werden kann, so habe ich mich geirrt. „Der Wächter der Wahrheit“ ist ebenso wirr aufgebaut wie sein Vorgänger. Doch wer tapfer ist und dem Hörspiel weiter lauscht, wird in der zweiten Hälfte mit der Aufklärung der seltsamen Vorkommnisse in Crailsfelden belohnt. Von der Handlung her gefällt mir das Ende sogar richtig gut, wenn unsere drei Helden auf der Suche nach „Nathan, dem Halbweisen“ sind und die Schweinebande wie immer ihnen fast die Tour vermasselt. Auch der Gag, mit dem Wahrheitsserum ist eine nette Idee und hat für Faye ungeahnte Folgen.

Wie gesagt, der Kern der Serie (also die Idee von Crailsfelden als Auffangbecken für fabelhafte Wesen) und die damit verbundenen, fantasievollen Charaktere sind wirklich gut, nur hapert es leider gewaltig am Erzählstil. Beim Hören fehlt einfach der erkennbare rote Faden, der den Hörer einfach durch die Handlung führt, und zweitens einen Bezug zu den vorhergegangenen Folgen aufweist. Denn leider haben die bisher erschienenen Folgen absolut nichts miteinander gemeinsam. Faye, Wolf und Vlad erleben zwar amüsante Abenteuer, doch diese wirken absolut willkürlich aneinander gereiht, also ohne jeglichen Bezug zueinander. In Folge eins zieht Vlad nach Crailsfelden und findet heraus, dass er selbst ein Vampir ist und in Folge zwei bekommen es die drei dann plötzlich mit Meister Urasawa zu tun. Und diesmal steckt die Wolf-Gäng dann schon wieder in einem völlig neuen Schlamassel. Die einzige Konstante ist die Schweinebande, die in jeder Folge, den Freunden das Leben schwer macht.

Konstant kann man auch die Besetzung der Charaktere bezeichnen. Alle Sprecher, die an dieser Folge beteiligt sind, sind absolute Profis. Namen wie Helmut Krauss, Detlef Bierstedt, Christian Rode oder Gisela Fritsch sprechen für sich. Besonders gefallen hat mir diesmal Klaus-Dieter Klebsch als Nathan, der Halbweise. In dieser Rolle erinnert er mich etwas an seine Rolle des Professor Doom aus Jack Slaughter.

Akustisch ist eigentlich auch nichts großartig an dieser Serienfolge auszusetzen. Die Musik ist ebenso bunt und lebendig, wie die Handlung und passt in ihrer speziellen Art gut zum Serienkonzept. Bleibt nur noch zu wünschen, dass es mit der nächsten Folge endlich mächtig nach oben geht und die Verwirrung der Hörer endlich ihr Ende findet.

 

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Fazit und Bewertung

Gesamt: 
 
7.0
Inhalt:
 
6.0
Sprecher:
 
8.0
Musik/Geräusche:
 
7.0
Umsetzung:
 
7.0
Cover:
 
8.0
Geschrieben von Anke Bokelberg
09 Januar 2010
 
Zuletzt aktualisiert: 09 Januar 2010
Bisschen besser als der Vorgänger, doch die wirre Erzählweise nervt auf Dauer ganz gewaltig.
 


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