Schon bald trifft Taru der junge Schmied bei seiner Suche nach Jara, seiner Liebe, auf unerwartete Schwierigkeiten. Er entkommt mit Mühe und Not, doch seine vermeintliche Rettung entpuppt sich als undurchsichtiger und vielschichtiger als vermutet. Die Sterne funkeln vom Himmel, als Taru beginnt misstrauisch zu werden und Fragen stellt, die nicht gut für ihn sind. (CD-Cover)
Rezension:
Nach dem der Auftakt der neuen Serie „Astra Obscura“ geglückt ist, will man nun natürlich erfahren, wie die Geschichte um den Schmied Taru und seine große Liebe Jara weitergeht. Folge eins endete damit, dass Jara von dunklen Wesen verschleppt wurde. Nun macht sich also Taru auf, nach ihr zu suchen. Sein einziger Anhaltspunkt ist eine silberne Mantelschnalle mit merkwürdigen Zeichen. Auf seinen Weg in die Fremde – ohne eigentliches Ziel – wird Taru nicht nur ausgeraubt, sondern auch lebensgefährlich verwundet. Glücklicherweise retten ihn eine alte Frau und ein alter Mann, die sich rührend um ihn sorgen. Doch bald schon merkt Taru, dass mit ihnen irgendetwas nicht stimmt.
War „Der Liebe Leid“ noch als „Einführungsfolge“ anzusehen, geht es in dieser Folge schon wesentlich mehr zur Sache. Als Hörer begleitet man den unglücklichen Taru auf seiner Suche und schließt die Hauptfigur richtig ins Herz. Dass dies ein gewaltiger Fehler ist, merkt man spätestens am Ende dieses Hörspiels, denn Taru wird Folge drei nicht mehr erleben. Diese Tatsache, also den Tod des Helden, betrachte ich als wirklich gelungenen Streich. Der Hörer freundet sich mit der Hauptfigur an (man denke auch an Hitchcocks „Psycho“) und nicht mal nach der Hälfte der Serie ist diese dann schon nicht mehr am Leben. Die Geschichte endet quasi an dieser Stelle. Doch natürlich geht „Astra Obscura“ noch weiter, doch anscheinend nicht mit Taru. Von diesem Standpunkt aus gesehen, hat Folge 2 schon wesentlich mehr zu bieten als der Vorgänger. Zwar weiß man noch immer nicht, in welche Richtung sich die Geschehnisse entwickeln werden, doch interessant ist die Hörspielserie allemal.
Das eigentliche Ende von „Renaissance“ hat mir hingegen überhaupt nicht gefallen. Wie schon in der ersten Folge ist die eigentliche Finale schon vorbei und die Folge eigentlich abgeschlossen, doch die Handlung geht dennoch weiter. Von richtig angewandten Cliffhangern hat HigherSins in HigherSens anscheinend noch nichts gehört. Das Hörspiel endet nicht auf seinem Höhepunkt, sondern dümpelt noch eine Weile weiter. Mal sehen, ob dieser Zustand in den nächsten Folgen auch noch zu beobachten ist.
Von den Sprechern, die uns aus der vorherigen Folge bereits bekannt sind, ist eigentlich nur Michael S. Ruscheinsky als Taru zu hören. Und dieser macht auch hier wieder einen guten Job. Hinzu kommen die beiden Erzähler, Bodo Henkel und Ingrid Mülleder, die hier den größten Part übernimmt und mit ihrer weichen, angenehmen Stimme, die Handlung am Laufen hält, während Henkel erst gegen Ende zu hören ist. Neu im Sprecherensemble sind Olaf Krätke und Grazia Dominante als die beiden Alten, Oden und Finnis. Olaf Krätke liefert in seiner Rolle einen guten Job ab und gefällt mir wirklich gut. Grazia Dominante hingegen wirkt auf mich etwas gekünstelt und ihre Stimme etwas gepresst. Ihr nehme ich im Hörspiel ihr hohes Alter nicht ganz ab.
Was mir auch überhaupt nicht gefallen hat, ist die Szene mit den vier Vagabunden, auf die Taru gleich zu Beginn trifft. Von diesen vier Stimmen klingen zwei deutlich und klar – so wie es sein soll. Die anderen beiden hingegen klingen weit weg und irgendwie schlecht in das Hörspiel hineingeschnipselt. Die eine Stimme erinnert mich sogar irgendwie an Jens Wawrczeck in seiner Rolle als Peter Shaw, dessen Part aus einer „Drei ???“-Folge geklaut wurde. Wie dem auch sein … An dieser Stelle merkt man deutlich, dass hier kein Profihörspiellabel am Mischpult sitzt. Wobei ich auch sagen muss, dass mir die Sprecher in dieser Hörspielfolge deutlich besser gefallen als in der vorherigen.
Die Musik glänzt wieder in unterschiedlichsten Tönen und Varianten. Nie aufdringlich, aber immer Präsent und passend, genau wie das bei einem Hörspiel sein muss. Mir hat die Folge gefallen und die gesamte Hörspielserie macht einen sehr guten Eindruck. Ich sehe jedenfalls gespannt und voller Vorfreude Folge 3 und dem Fortgang der Serie entgegen.

Schon bald trifft Taru der junge Schmied bei seiner Suche nach Jara, seiner Liebe, auf unerwartete Schwierigkeiten. Er entkommt mit Mühe und Not, doch seine vermeintliche Rettung entpuppt sich als undurchsichtiger und vielschichtiger als vermutet. Die Sterne funkeln vom Himmel, als Taru beginnt misstrauisch zu werden und Fragen stellt, die nicht gut für ihn sind. (CD-Cover)










