Pippi Langstrumpf hat ein funkelnagelneues Wort gefunden: Spunk! Aber was bedeutet das? Zusammen mit Tommy und Annika reitet sie in die Stadt, um mehr zu erfahren. Aber weder in der Konditorei noch im Eisenwarengeschäft oder beim Doktor kann man Pippi sagen, was ein Spunk ist. Doch Pippi wäre nicht Pippi, wenn sie es nicht doch noch herausfindet! (Cover)
Rezension:
Astrid Lindgrens Geschichten sind absolut zeitlos und begeistern noch heute Groß und Klein. Das weiß auch der Oetinger Verlag, der nun nach den wunderbaren Lesungen von Heike Makatsch die „Pippi Langstrumpf“-Bücher auch noch als Hörspiele komplett neu produziert hat. Die wunderbaren Geschichten um das stärkste Mädchen der Welt mit den roten Haaren gibt es jetzt also auch als Hörspiel zu kaufen. Das weckt Kindheitserinnerungen.
Im vorliegenden Hörspiel „Pippi Langstrumpf findet einen Spunk“ erlebt Pippi mit den Nachbarskindern Tommy und Annika jede Menge kurze, lustige Geschichten, in denen die Erwachsenen meist das Nachsehen haben. So vertreibt Pippi mit ihrer frechen Art kurzerhand einen Mann, der sich vorgenommen hat, die Villa Kunterbund für sich zu kaufen. Beim Kaffeekränzchen mit Tommy und Annikas Tante Laura spielt Pippi wie immer die Alleinunterhalterin und begibt sich zusammen mit ihren Freunden auf die Suche nach dem „Spunk“. Und obendrein erhält Pippi noch Post von ihrem Papa.
Diese Produktion punktet bereits zu Beginn mit dem typischen Titellied, das allen aus den Pippi-Langstrumpf-Filmen bekannt sein dürfte. Das Lied lädt zum Mitsingen ein und verbreitet schon im Vorfeld gute Laune. Diese Laune ändert auch das anschließende Hörspiel nicht. Die Neuvertonung des Kinderbuchklassikers wurde von Hörspielmacher Frank Gustavus („Jack the Ripper“) modern und kindgerecht zu gleich umgesetzt und versprüht eine besondere Atmosphäre, die einfach und besonders zugleich ist. Er schafft es, Pippi Langstrumpf in das 21. Jahrhundert zu holen und den Kindern von heute den Stoff von damals schmackhaft zu machen. Dabei gelingt es ihm, Kitsch und Klischee zu vermeiden und die Geschichten in ihrer Einfachheit für sich sprechen zu lassen. Und um es kurz auszudrücken: Diese Vertonung ist rundum gelungen!
Gelungen ist auch die Besetzung der Hauptfigur. Denkt man an Pippi Langstrumpf hat man zwangsläufig Inger Nilsson vor Augen, die in den Spielfilmen aus den 1960er Jahren die Pippi spielte. Bei diesem bekannten Vorbild ist es sicherlich schwierig gewesen, die geeignete Besetzung für diese Hörspielrolle zu finden. Die Wahl ist auf die 30-jährige Laura Maire, die trotz ihres Alters einfach perfekt für die Rolle der frechen Göre scheint. Dazu kommen Flemming Stein als Tommy und Lea Sprick als Annika. Die beiden machen das Trio perfekt. Auch sonst strotzt dieses Hörspiel nur so von bekannten Stimmen. So geben Peter Kirchberger und Andreas von der Meden die beiden etwas dusseligen Dorfpolizisten Kling und Klang während Konrad Halver als Fridolf zu hören ist. Daneben sind noch Douglas Welbat, Patrick Bach, Stephanie Kirchberger und Klaus Dittmann zu hören und sogar Regisseur Frank Gustavus selbst hat sich eingeschlichen.
Musikalisch hält sich die Hörspielproduktion hier bedeckt. Allein zwischen den einzelnen Kurzgeschichten gibt es eine musikalische Untermalung zu hören. Doch das reicht vollkommen aus, um das Gehörte in Szene zu setzen, dann dazu mischt sich eine stets passende Geräuschkulisse. Zusammen ergibt dies eine rundum gelungene Hörspielproduktion, die zur Standardausrüstung eines jeden Kinderzimmers gehören sollte, und welche mal wieder beweist, dass gut gemachte Hörspiele auch ohne Spezialeffekte, Gewalt und rasanter Action funktionieren können.

Pippi Langstrumpf hat ein funkelnagelneues Wort gefunden: Spunk! Aber was bedeutet das? Zusammen mit Tommy und Annika reitet sie in die Stadt, um mehr zu erfahren. Aber weder in der Konditorei noch im Eisenwarengeschäft oder beim Doktor kann man Pippi sagen, was ein Spunk ist. Doch Pippi wäre nicht Pippi, wenn sie es nicht doch noch herausfindet! (Cover)










