Finnis und Rios von Faagila sind bereit, auf ihrem Weg zu den Hütern der Sternenschatten auch vor dem mächtigen Gebirge nicht Halt zu machen, das sich vor ihnen am Horizont türmt. Dort oben heißt es, sei man den Göttern nahe. Aber es warten nicht die Götter; stattdessen findet man zu sich selbst … Doch die menschlichen Abgründe, die sich auftun, sind noch tausendmal tiefer, als die Schluchten der Berge es jemals sein könnten. (Cover)
Rezension:
Die Geschichte geht weiter. Finnis und ihr Begleiter Rios ziehen über die mächtigen Berge, ihrem Ziel, das Mädchen Jara zu finden, immer näher kommend. Zusammen mit einer Reisegruppe sind sie unterwegs, diese beschwerliche Ettappe ihrer Reise zu bewätigen.
Auf ihrem Weg in "Eiszeit", erfährt der Hörer zwar etwas mehr über die Charaktere von Rios und Finnis, doch die eigentliche Handlung bleibt darin etwas auf der Strecke. Von den Geschehnissen passiert nicht viel. Da ist man fast schon überrascht, als sich die Reisenden gegen Ende hin, plötzlich gegen Luftgeister und böse Dämonen zur Wehr setzen müssen. Inhaltlich kann diese Folge leider wieder nicht mit den ersten beiden Folgen mithalten, ist das Erzähltempo doch ziemlich heruntergeschraubt worden und es ist erstaunlich, wie diese Reise über die Berge in ihrer Ausführlichkeit gestreckt und in knapp 80 Minuten erzählt werden konnte ... Am Ende der Hörspielfolge wird man dann wieder kurz in das ferne Land entführt, in dem Jara auf ihre Rettung wartet. Doch wirkliche Neuigkeiten erfährt man auch in diesem Handlungsstrang leider nicht. Die wichtigen Fragen bleiben weiterhin unbeantwortet.
Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass die Dialoge vor der eigentlichen Handlung stehen. Die Figuren reden und reden und man hat manchen Stellen das Gefühl, einfach vorspulen zu wollen. Der wirlich große Pluspunkt der Serie ist die Geschichte an sich. Man möchte unbedingt wissen, wie die ganze Saga zu Ende geht. Und da mit Folge vier noch nicht einmal die Hälfte erreicht ist. liegen noch einige Hörminuten vor uns.
Trotzdem hat sich in der Serie schon einiges verbessert. Die Sprecher haben sich langsam hineingefunden in ihre Rollen und vor allem Heide Jablonka als Finnis ist wirklich hörenswert. das gleiche kann man auch über Eckhard Müller sagen, der als Rios und Finnis' ständiger Begleiter, ebenfalls eine gute Figur macht. Da diese beiden Figuren den größten Textanteil haben, ist es wichtig, dass die Sprecher auch eine gute Leistung bringen. Bodo Henkel als Erzähler rundet das Trio ab. Die Nebenfiguren spielen eher eine untergeordnete Rolle und fallen mit ihren Sprecherleistungen nicht wirklich ins Gewicht.
Besonders gelungen ist in dieser Folge auch die eisige Stimmung auf dem Weg durch die Berge. Ständig liegt ein eisiger Wind in der Luft und man kann sich gut die frostige Umgebung vorstellen, durch die die Probanten schlagen müssen. Der akkustische Höhepunkt aber ist natürlich der Angriff der Dämonengeister, der zwar kurz, aber sehr wirkungsvoll inszeniert wurde. Dazu kommt die stets klassische und passende Musikuntermalung. Die Musik ist nie im Vordergrund und doch ständig präsent. Das Sounddesign ist auch diesmal wieder ohne Tadel.
Nach dem Hören dieser Folge war ich etwas enttäuscht, weil ich gedacht habe, die Handlung kommt nun endlich wieder einen gewaltigen Schritt voran. Dem war leider nicht so, doch zum Glück steht Folge fünf und somit eine neue Chance schon in den Startlöchern.

Finnis und Rios von Faagila sind bereit, auf ihrem Weg zu den Hütern der Sternenschatten auch vor dem mächtigen Gebirge nicht Halt zu machen, das sich vor ihnen am Horizont türmt. Dort oben heißt es, sei man den Göttern nahe. Aber es warten nicht die Götter; stattdessen findet man zu sich selbst … Doch die menschlichen Abgründe, die sich auftun, sind noch tausendmal tiefer, als die Schluchten der Berge es jemals sein könnten. (Cover)










