In einem kleinen Bergdorf scheint ein Geist sein Unwesen am nahe gelegenen See zu treiben! Welches dunkle Geheimnis verbirgt sich in den Tiefen des Gewässers? Wer oder was steckt hinter der gespenstischen Erscheinung am Ufer? Die drei ??? gehen auf Tauchstation, um das Geheimnis zu lüften. Und dann entdecken sie das Unvorstellbare ... (Cover)
Rezension:
Mit einem Anruf in der Zentrale der Drei Detektive aus Rocky Beach beginnt alles. Der Junge Darren Duff bittet das Detektivtrio um Hilfe. In dem kleinen Bergdorf in Oregon gehen seltsame Dinge vor sich. In dem nahegelegenen See scheint es zu spuken, denn nachts beginnt das Wasser aus der Tiefe zu leuchten. Die Neugier von Justus, Peter und Bob ist geweckt und so begeben sich die drei ins über 700 Meilen entfernte Bergdorf zu ihrem Auftraggeber. Und kaum in dem beschaulichen Ort angekommen, beginnt auch schon das Abenteuer und Peter wird zum Lebensretter …
Die Grundidee des nunmehr bereits 136. Falls der Hörspielserie bietet die perfekte Vorlage für einen spannenden Fall. Ein abgelegenes Dorf, welches vor Jahren zwecks Energiegewinnung geflutet wurde sowie eine handvoll kautziger Dorfbewohner bieten eine gute Hörspielkulisse. Schön ist auch, dass sich die Handlung erst nach und nach aufbaut und der Hörer nicht schon in den ersten fünf Minuten mit Ereignissen überschüttet wird. Die Geschichte aus der Feder von André Marx bietet überhaupt alles, was einen guten „Drei Fragezeichen“-Fall ausmacht: eine düstere Kulisse, seltsame Geschehnisse und eine bedrückende Stimmung, die über dem ganzen Hörspiel schwebt. Und so verwundert es nicht, dass auch die Lösung des Falls finster ausfällt. Auch das übliche Gelächter zum Hörspielende entfällt! Etwas schade ist jedoch die Tatsache, dass Justus, Peter und Bob diesmal ihren detektivischen Spürsinn nicht einbringen können, denn zum Ende hin löst sich der Fall dann doch von selbst. Völlig ohne die geistige Erleuchtung des ersten Detektivs.
Wer allerdings auf eine gehörige Portion Spannung hofft, wird von „Das versunkene Dorf“ enttäuscht sein. Denn Action und Verfolgungsjagden gibt es in dieser Hörspielfolge überhaupt nicht. Schlimm ist das jedoch nicht, ganz im Gegenteil! Diese Folge zeigt, dass eine nüchterne Handlung und wenig Beiwerk ebenso ein gutes Hörspiel hervorbringen kann. Die musikalische Inszenierung gibt ihr übriges dazu. Schwere, orchestrale Klänge vermitteln die nötige Portion Düsternis und unterstreichen die teils traurige Handlung perfekt.
Mit ihren unverwechselbaren Stimmen sind Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich und Jens Wawrczek wieder bei der Arbeit. Und das Zusammenspiel klappt wie eh und je. Beispielhaft ist hierfür die Autoszene zu Beginn, wo sich die drei die Bälle nur so zuwerfen und es einfach Spaß macht, ihnen zuzuhören. Auch die Gastsprecher liefern einen guten Job ab. Da wäre zum einen Jesse Grimm als Auftraggeber Darren Duff oder Heinz Lieven. Besonders aber gefällt mir Elke Reissert, die zwar einen kleinen Part hat, ihre Stimme dafür aber umso mehr zur Szene passt.
Nicht das beste „Drei Fragezeichen“-Hörspiel, dafür aber beste Unterhaltung der düsteren und ruhigen Art mit einem wunderschönen Covermotiv. Auch wenn das Detektivtrio in diesem Fall nicht zur Höchstform auflaufen kann, weiß „Das versunkene Dorf“ doch zu fesseln.

In einem kleinen Bergdorf scheint ein Geist sein Unwesen am nahe gelegenen See zu treiben! Welches dunkle Geheimnis verbirgt sich in den Tiefen des Gewässers? Wer oder was steckt hinter der gespenstischen Erscheinung am Ufer? Die drei ??? gehen auf Tauchstation, um das Geheimnis zu lüften. Und dann entdecken sie das Unvorstellbare ... (Cover)










