Pferdegetrappel und Motorgejaule - der neue Fall raubt Peter Lundt den letzten Nerv! Zwischen zerstrittenen Zwillingsschwestern, der Trabrennbahn Bahrenfeld, einer Kartrennbahn in Billstedt, einem abgehalfterten Fernseh-Casanova und einem feinen Gestüt in Hamburgs Süden taumelt der blinde Detektiv direkt in die Katastrophe. Die Spur sich häufender Versicherungsfälle führt ihn in einen brennenden Stall und ausgerechnet die leidenschaftlich gehassten Vierbeiner werden zu seiner letzten Chance. (Cover)
Rezension:
Diesmal verschlägt es den schnippischen blinden Detektiv, Peter Lundt, in seinem neuesten Fall sowohl auf die Kartbahn als auch auf die Pferderennbahn. Dabei hat diese Folge weniger mit Autos und Pferden zu tun als vielmehr mit zwei verfeindeten Schwestern und kompliziertesten zwischenmenschlichen Beziehungen. Nicht zu unrecht beschreibt der gefallene Ausspruch „Wir sind doch hier nicht bei GZSZ!“ den Folgeninhalt mehr als treffend.
„Rivalinnen der Rennbahn“ beginnt wie die meisten Lundt-Folgen mitten in einer Szene. In diesem Fall auf der Kartrennbahn mit Motorengeheul und Gummiquietschen im Hintergrund. Was der Detektiv und seine Assistentin hier genau suchen, erfährt der Hörer zuerst nicht. Und obwohl man diesen Erzählstil schon aus diversen anderen Lundt-Hörspielen kennt, ist dieser Einstieg schon ein wenig schwierig. Doch ist das Verwirrspiel erst einmal durchschaut und aller Unklarheiten beseitigt, scheint alles klar. Wäre nur noch zu lösen, wer die Anschläge auf das Gestüt verübt, bei denen jetzt sogar jemand verletzt wurde. Und nicht nur dass … Auch Peter Lundt ist plötzlich in Lebensgefahr.
Insgesamt gesehen hat diese Hörspielfolge wirklich einen Hauch von Fernseh-Soap. Und das ist irgendwie schade, denn langsam entsteht der Eindruck, dass der blinde Detektiv nur noch sehr plumpe Fälle zu lösen hat. Denn seien wir doch mal ehrlich: Der hier präsentierte Kriminalfall ist weder besonders komplex noch in irgendeiner Art außergewöhnlich. Da hat Peter Lundt schon ganz andere Kaliber aufgeklärt. War der letzte Teil schon sehr Lundt-untypisch, setzt sich dieser Trend in dieser Hörspielfolge fort. Das Hörspiel weiß aber dennoch zu gefallen. Zum einen lebt die Folge vom staubtrockenen Humor des Detektivs und zum anderen durch die witzigen Dialoge (siehe Booklet). Durch den genialen Wortwitz rückt der eigentlich zu lösende Fall ein bisschen ins Hintertreffen und die eigentliche Auflösung haut einen auch nicht aus den Schuhen.
Viele schräge Gestalten machen noch längst kein gutes Hörspiel, viele gute Sprecher machen allerdings eine lahme Story ein wenig interessanter. Den besten Sprecherjob liefert hier auf jeden Fall Mark Bremer als blinder Detektiv. Ein bisschen stellt er sogar alle anderen in den Schatten. Wobei das nicht ganz stimmt, denn auch Elena Wilms als seine sehende Assistentin sowie Angela Quast als Sally machen eine gute Figur - wie sonst auch. Tanja Dohse klingt dagegen als nervige Journalistin genauso anstrengend wie Susanne Sternberg in einer Doppelrolle als verkrachte Schwestern Loretta und Wynona. Mir persönlich sind diese drei Figuren ein wenig zu überdreht, was die Sache etwas unglaubwürdig rüberbringt und wirklich fast GZSZ-Parallelen aufweist. Am Rest der Truppe kann man dagegen nichts aussetzen. Sogar Olaf Reichmann als neuer Sprecher von Oliver Zornvogel macht einen guten ersten Job. Doch viel lieber hätte ich es gesehen, wenn der „alte“ Zornvogel (also Tetje Mierendorf) die Rolle weitergesprochen hätte. Solche Tauschaktionen tun einer Serie nie besonders gut.
Bei der Soundkulisse und sowie der Inszenierung des Hörspiels ist alles beim Alten geblieben. Hier gibt es nichts auszusetzen. Die Übergänge der einzelnen Kapitel sind mit den gewohnten Lundt-Klängen untermalt, die ein wenig an Fahrstuhlmusik erinnern und jede einzelne Szene ist aufwendig arrangiert.
Zählt man alles zusammen, ist „Rivalinnen der Rennbahn“ ein eher durchschnittliches Hörspiel. Die Handlung erzählt leider keine typische Lundt-Geschichte, dafür überzeugt vor allem die technische Umsetzung.

Pferdegetrappel und Motorgejaule - der neue Fall raubt Peter Lundt den letzten Nerv! Zwischen zerstrittenen Zwillingsschwestern, der Trabrennbahn Bahrenfeld, einer Kartrennbahn in Billstedt, einem abgehalfterten Fernseh-Casanova und einem feinen Gestüt in Hamburgs Süden taumelt der blinde Detektiv direkt in die Katastrophe. Die Spur sich häufender Versicherungsfälle führt ihn in einen brennenden Stall und ausgerechnet die leidenschaftlich gehassten Vierbeiner werden zu seiner letzten Chance. (Cover)










