Wer war dieses Mal der Mörder? Hercule Poirot wird immer zur Hilfe gerufen, wenn es gilt, Ganoven und Verbrecher zu entlarven. In diesen acht spannenden Hörspielen muss er gehörig die kleinen grauen Zellen strapazieren, um die Verdächtigen zu entlarven. (Cover)
Rezension:
Für alle Krimifans dürfte diese Neuerscheinung des Hörverlags genau das richtige sein. Denn in der vier CDs umfassenden Krimibox bekommt der Hörer acht spannende Kriminalfälle des berühmten Meisterdetektivs Hercule Poirot. Die Figur des fabelhaften, belgischen Detektivs entsprang der Fantasie von Agatha Christie, der klassischen Krimiautorin schlechthin. 2006 wurden die besten Geschichten um Hercule Poirot für das Radio von MDR und SWR vertont. Diese Produktionen sind nun als Hörspielbox soeben erschienen.
Auf einer CD finden sich jeweils gleich zwei Fälle, in deren Mittelpunkt stets Hercule Poirot steht. Mit viel Geschick und Feinsinn löst der Meisterdetektiv sehr kniffelige („24 Schwarzdrosseln“) wie auch recht seltsame („Der Traum“) Morde auf. Dabei gelingt es ihm, vor allem sein heiteres Wesen und sein unverwechselbarer Akzent, sich von Anfang an die Sympathie des Hörers zu sichern. Denn Hercule Poirot ist ein echtes Original und ohne ihn und seinen Witz wären auch diese Krimigeschichten nur halb so schön anzuhören. Auch wenn Agatha Christie hunderte von Krimis in ihrem Leben geschrieben hat, so gleicht doch kein Todesfall dem anderen. Gerät Poirot in „Urlaub auf Rhodos“ mitten in einen tödlichen Ehestreit, so findet man ihn in „Lasst Blumen sprechen“ auf einer kleinen privaten Feier wieder, die für einen Gast tödlich enden wird. Bunt gemischt sind die Geschichten und jede ist für sich spannend und amüsant zu hören. Und so unterschiedlich die einzelnen Fälle auch sind, steht am Anfang immer die Frage nach dem Täter. Dieser Frage geht der belgische Meisterdetektiv auf den Grund und entlarvt Mörder und Betrüger. Und Felix von Manteuffel, der Poirot seine Stimme leiht, ist ein wahrer Glücksgriff und ist das Tüpfelchen auf dem i.
Mein Lieblingsfall war aber eindeutig „24 Schwarzdrosseln“. Denn dieser mysteriöse Todesfall ist wirklich verzwickt und schwer zu durchschauen. Poirot erfährt durch Zufall von einem Mann, der stets zur gleichen Zeit in einem Restaurant speist und jedes Mal die gleichen Gerichte bestellt. Doch mit einem Mal ändert der Mann seine Gewohnheiten – und genau das gibt nicht nur der Kellnerin, sondern auch dem belgischen Detektiv zu denken. An welchen Kleinigkeiten Poirot feststellt, was an der ganzen Geschichte nicht stimmen kann, ist wirklich bemerkenswert.
Sehr schön ist auch die musikalische Umsetzung gelungen. Zwischen den einzelnen Szenen werden an und an Musikstücke eingespielt, die die Handlung zwar unterbrechen, aber stets im positiven Sinne. Für meinen Geschmack kommen allerdings die Geräusche etwas zu kurz. Bei einer sonst gelungenen Hörspielumsetzung wäre es schön gewesen, wenn hier mehr Wert auf Details gelegt geworden wäre. Dafür macht Felix von Manteuffel in der Rolle des Hercule Poirot seine Sache umso besser. Voller Witz, Ironie und seinem unverwechselbaren belgischen Akzent trifft er mit seiner Interpretation den Nagel auf den Kopf. Neben Manteuffel hat Friedhelm Ptok als Erzähler den zweitgrößten Part. Seine Stimme geht sofort ins Ohr. Weitere Sprecher wie Udo Schenk, Helga Grimme und viele andere ergänzen die Besetzung.
Wer eine bunte Mixtur der verschiedensten Kriminalfälle sucht, sollte nicht zögern und bei dieser Agatha-Christie-Hörspielbox sofort zugreifen. Bleibt nur zu hoffen, dass der Hörverlag noch mehr Kriminalgeschichten dieses Formats im Archiv hat, die darauf warten, veröffentlicht zu werden.

Wer war dieses Mal der Mörder? Hercule Poirot wird immer zur Hilfe gerufen, wenn es gilt, Ganoven und Verbrecher zu entlarven. In diesen acht spannenden Hörspielen muss er gehörig die kleinen grauen Zellen strapazieren, um die Verdächtigen zu entlarven. (Cover)










