"Kein Halt in Freimann" ist ein Hörspiel rund um den Protagonisten Fränk, der seit seiner Jugend mit dem Punk und vielen seiner verwandten Stilrichtungen verbunden ist. Er ist gezeichnet von menschlichen Enttäuschungen. Trotzdem scheint er mitten im Leben zu stehen. Doch in ihm brodelt es. Innere Konflikte plagen ihn. Im Laufe der Geschichte kann man zusammen mit Fränk verfolgen, wie er seine Vergangenheit wieder aufrollt und wie gegenwärtige Begebenheiten dafür sorgen, dass es in Freimann zum Eklat kommt. (Cover)
Rezension:
Was man unter einem Punk-Hörspiel versteht, weiß man nach dem Hören von „Kein Halt in Freimann“. Dieses Hörspiel gibt einen Einblick in das Leben des Frank Brenninger. Der sympathische Fränk ist Jahrgang 1965 und plaudert so locker, frech und ehrlich aus seinem Leben, dass man das Gefühl bekommt, man kenne Fränk schon ein Leben lang. Als Hörer begleitet man also Fränk durch seinen Alltag. Tagsüber trifft er sich mit Freunden und abends geht es auf ein Punk-Konzert. Währendessen erzählt er munter, was ihn so bewegt und warum er sich zum Punk so hingezogen fühlt. Und man merkt, dass der durchweg nette Fränk unzufrieden ist, es grollt richtig in ihm. Und dieser Groll entlädt sich an diesem Abend im „Freimann“ – und er Hörer ist live dabei.
Eigentlich ist „Kein Halt in Freimann“ gar kein Hörspiel, sondern vielmehr eine Momentaufnahme einer lauten Subkultur mit jeder Menge Punkrock-Musik zwischen den einzelnen Kapiteln. Im Vordergrund steht zwar Fränk, die Hauptfigur, doch eigentlich steht die Musik an erster Stelle. Die Handlung ist nur Nebensache und hat mich persönlich nicht überzeugt. An Unterhaltungswert mangelt es der Produktion zwar absolut nicht, doch ich bin mir nicht sicher, was Macher Sebastian Kuboth mittels dieses Hörspiels eigentlich sagen wollte. Punkerherzen dürften hier allerdings höher schlagen. Doch ein „Normalo“ wie ich kann mit Inhalt und Musik eben nicht so viel anfangen wie es vielleicht Voraussetzung sein müsste. Und so fällt es auch schwer, eine faire Beurteilung für die Produktion zu schreiben.
Dafür ist das Hörspiel handwerklich absolut top. Die Umgebung wirkt durch die zahlreichen realistischen Geräusche sehr authentisch und vor allem lebendig. So entsteht eine wunderbare Klangkulisse, die durch die vielen Musikstücke nur noch abwechslungsreicher wird. Dazu kommen die Sprecher, die teils professionelle Schauspieler, teils Laien sind. Diese Mischung ist wunderbar und vor allem Norman Sonnleitner als Fränk weiß zu überzeugen. Er klingt ehrlich und offen und in jeder Minute absolut authentisch.
Das Besondere an „Kein Halt in Freimann“ ist aber sicherlich die zweite CD. Während sich das eigentliche Hörspiel lediglich auf eine CD beschränkt, findet sich auf der anderen silbernen Scheibe der komplette Soundtrack mit allen Liedern in voller Länge. So sammeln sich 13 Lieder von Bands wie „The Moosholzers“ oder „The Gumbabies“ und dürften für Punkfans wohl der wahre Kaufanreiz sein. Als tolle Ergänzung erweist sich das umfangreiche Booklet. Hier findet der Hörer nicht nur Informationen zum Hörspiel, sondern auch kurze Texte zu den einzelnen Bands sowie deren Songtexte. Obendrein sind die 16 Seiten auch noch wunderschön gestaltet, so dass nicht nur das Ohr sondern auch das Auge seine Freude hat.
Dieses Hörspiel wird sicherlich ein Nischenprodukt bleiben. Trotzdem hört man in jeder Minute, dass diese Produktion mit sehr viel Aufwand und Liebe zum Detail produziert wurde.

"Kein Halt in Freimann" ist ein Hörspiel rund um den Protagonisten Fränk, der seit seiner Jugend mit dem Punk und vielen seiner verwandten Stilrichtungen verbunden ist. Er ist gezeichnet von menschlichen Enttäuschungen. Trotzdem scheint er mitten im Leben zu stehen. Doch in ihm brodelt es. Innere Konflikte plagen ihn. Im Laufe der Geschichte kann man zusammen mit Fränk verfolgen, wie er seine Vergangenheit wieder aufrollt und wie gegenwärtige Begebenheiten dafür sorgen, dass es in Freimann zum Eklat kommt. (Cover)








