Eine Mordanzeige auf dem Kommissariat bringt Fedder ins Grübeln. Richtig interessant wird es für ihn während des rauschenden Sommerfestes des Hamburger Privatfernsehsenders RAW im Tierpark Hagenbeck. Zuerst verschwindet der fünfjährige Sohn des TV-Bosses Heinze und dann dessen Assistentin. Die wird schnell gefunden: nackt und tot, bei Vollmond … ein Ritualmord? Das Rätsel löst sich überraschen auf! (Cover)
Rezension:
Nach den ersten drei mittelprächtigen Produktionen legt das Label Vitaphon nun zwei neue Hörspiele der Reihe „Hamburg-Krimis“ nach. Auffallend ist, dass sich die Macher der Hörspielserie die Kritik an den vorangegangenen Produktionen scheinbar zu Herzen genommen haben. Denn „Grüne Hölle Hagenbeck“ ist eine hörbare Steigerung, die gute Unterhaltung verspricht.
Dieser Hamburg-Krimi „Grüne Hölle Hagenbeck“ nach der Vorlage des Autors Frank Göhre trägt nicht umsonst seinen Titel. Kommissar Fedder bekommt es auf dem vornehmen Sommerfest des Hamburger Privatfernsehsenders RAW im Tierpark Hagenbeck mit mysteriösen Vorkommnissen und sogar einem Mord zu tun. Der fünfjährige Sohn des unsympathischen und karriereorientierten TV-Boss Heinze ist plötzlich verschwunden. Heinzes Frau ist in Tränen aufgelöst, während Heinze selbst auffällig gelassen reagiert. Und dann wird im Tierpark auch noch die Leiche von Heinzes hübscher Assistentin gefunden. Was ist hier passiert? Kommissar Fedder nimmt die Spur auf …
Die Handlung selbst ist ein schnörkelloser Kriminalfall, der zum Rätselraten nach dem Täter ermuntert. Sehr gut gefallen hat mir dabei die Erzählweise aus der Sicht der einzelnen Hauptcharaktere (Kommissar Fedder, TV-Boss Heinze sowie dessen Ehefrau). So entsteht ein ganz eigenes Bild und man selbst ist dem ermittelnden Kommissar immer einen Schritt voraus. Die größte Kritik an den vorherigen Produktionen galt der Tatsache, dass es sich nicht um wirkliche Hörspiele gehandelt hat, sonder eher um gut inszenierte Lesungen. Nach dem Hören des vorliegenden Hamburg-Krimis muss ich feststellen, dass die Umsetzung schon deutlich näher an der eines Hörspiels gerückt ist. Zwar lesen die einzelnen Sprecher immer noch lange Monologe, doch diese wirken viel spitziger und werden durch „echte“ Hörspielszenen unterbrochen. Mir hat diese Erzählweise hier gut gefallen, weil sie einfach zur Handlung passt. Durch die Selbstgespräche der Protagonisten erfährt der Hörer viel über die eigentlichen Gefühle der Personen, so dass man sich sein ganz eigenes Bild zurechtbiegen kann. Die Auflösung dieses Kriminalfalls überrascht dann doch und ist kurz und bündig. Fast etwas zu kurz und bündig!
„Spannung pur mit Musik und authentischen Geräuschen in kribbelnder Atmosphäre“ ist im Booklet zu lesen. Was die Musik und die authentischen Geräusche angeht, stimme ich hier sofort zu, denn die Umsetzung ist rundum gelungen, auch wenn das Hörspiel nicht als überragend bezeichnet werden kann. Was Spannung und die kribbelnde Atmosphäre angeht, bin ich ein wenig anderer Meinung als Vitaphon. Zwar ist der Kriminalfall sehr unterhaltsam, doch übermäßige Spannung will beim Hören nicht so recht aufkommen. Die mitwirkenden Sprecher machen dagegen einen sehr soliden Job. Kein Wunder, sind doch auch in der vierten Folge wieder reihenweise Profis zu hören. Sogar Jens Wawrczeck ist in der Rolle des Kotzbrocken Heinze zu hören. Und diese Rolle meistert er souverän wie von ihm gewohnt. Das kann man auch zu der restlichen Besetzung sagen, bestehend aus Claudia Schermutzki, Till Demtroder, Robert Missler oder Annette Gunkel sagen.
Wieder hat sich Vitaphon als Zugabe etwas Besonderes einfallen lassen. So findet der Käufer des Hörspiels als Goodie einen Rabattcoupon im Wert von 1,50 Euro für den Hamburger Tierpark Hagenbeck. Für alle, die mal wieder Lust auf einen netten Zoobesuch haben, eine feine Sache. Da wird man fürs Hörspielhören noch belohnt!
„Grüne Hölle Hagenbeck“ ist eine deutliche Steigerung! Wenn die Serie diesen Kurs halten kann, werden sicherlich mehr Hörer zugreifen. Weiter so!

Eine Mordanzeige auf dem Kommissariat bringt Fedder ins Grübeln. Richtig interessant wird es für ihn während des rauschenden Sommerfestes des Hamburger Privatfernsehsenders RAW im Tierpark Hagenbeck. Zuerst verschwindet der fünfjährige Sohn des TV-Bosses Heinze und dann dessen Assistentin. Die wird schnell gefunden: nackt und tot, bei Vollmond … ein Ritualmord? Das Rätsel löst sich überraschen auf! (Cover)










