Der tapfere Maikäfer Sumsemann gehört zu einer schwer vom Schicksal geplagten Sippe, die vor Generationen ihr sechstes Beinchen eingebüßt hat. Unterstützt durch die Geschwister Anneliese und Peterchen, denen er in einer magischen Vollmondnacht flugs das Fliegen beibringt, will er es nun todesmutig vom Mond zurückholen. Ein großes Abenteuer im nächtlichen Himmel steht den dreien bevor. Denn sie treffen auf den Sandmann, die Nachtfee und ihre Freunde und schließlich auch auf den bösen Mondmann … (CD-Cover)
Rezension:
Im neuesten und gleichzeitig vierten Spezial, widmet sich Titania Medien wieder einem echten Kinderklassiker. Diesmal wurde „Peterchens Mondfahrt“ von Gerdt von Bassewitz als Hörspiel vertont. Die Geschichte um das fehlende Bein des Herrn Sumsemann, schrieb der deutsche Schriftsteller vor beinahe hundert Jahren. Und seit damals begeisterte der Stoff Generationen von Kindern. Und auch die Hörspielversion wird vor allem die Kleinen Hörer begeistern und Unterhaltung ins Kinderzimmer bringen. Dass Titania bei„Peterchens Mondfahrt“ wieder nicht an der Produktion gespart hat, versteht sich fast schon von selbst.
Die Handlung ist schnell erzählt. In einer Vollmondnacht flattert Herr Sumsemann, ein sprechender Maikäfer ins Zimmer der Geschwister Peter und Anneliese. Die Kinder sind begeistert von dem seltsamen Käfer und wollen diesem helfen, sein verlorenes Beinchen vom Mond zurückzuholen. Dass auf dieser Reise allerhand Aufregendes passiert, liegt nahe und wird spannend erzählt.
Diese Produktion unterscheidet sich stark von den Gruselkabinett-Hörspielen, bei denen viel mit opulenten Orchestermusiken und atmosphärischer Dichte gearbeitet wird. Beim vorliegenden Hörspiel ist das anders. Hier steht nicht eine aufwendige Umsetzung, sondern die Geschichte selbst im Mittelpunkt. Und das ist bei einem Kinderhörspiel genau die richtige Taktik. So kommen die einzelnen Lieder, sei es Herrn Sumsemanns Flieg-Lied oder die Gesänge der Sternenkinder, viel besser zur Geltung. Und wer Lust hat, kann gleich mitsingen. Auch die Länge des Hörspiels ist perfekt. War beispielsweise „Peter Pan“ mit den zwei CDs Umfang etwas lang geraten, so ist hier mit einer Spielzeit in Spielfilmlänge alles im Grünen Bereich. Längen gibt es nicht und die Geschichte ist einfach wunderbar leicht und einfach erzählt.
Bleibt nur noch die Frage zu beantworten, wie am besten ein Maikäfer zu klingen hat? Doch wer das Hörspiel hört, weiß die Antwort. Denn die Rolle des Herrn Sumsemann spricht Axel Malzacher so bezaubernd, dass man schnell zu der Überzeugung kommt, dass ein Maikäfer genau so zu klingen hat. Nämlich etwas schrullig, tollpatschig und schlicht und einfach liebenswert. Axel Malzacher liefert mit seiner Maikäferdarbietung eine großartige Leistung ab. Ihm in nichts nach stehen Peterchen und Anneliese, die beiden Kinder, gesprochen von Albert Werner und Maria Hinze. Albert Werner war in Titania-Produktionen bereits öfter zu hören und diese Erfahrung hört man dem Nachwuchssprecher auch an. Auch sonst mischen sich bekannte Namen mit weniger bekannten. Hasso Zorn spricht den bösen Mondmann, Melanie Hinze den Abendstern, den Sandmann spricht Engelbert von Nordhausen, Uli Krohm den Donnermann und die Sonne spricht die strahlende Astrid Bless.
Die verschiedenen Sprecher und bunten Charaktere machen aus Bassewitz’ Geschichte ein hörenswertes Abenteuer für die ganze Familie. Für die Spezial-Reihe ist der Kinderklassiker wie gemacht.

Der tapfere Maikäfer Sumsemann gehört zu einer schwer vom Schicksal geplagten Sippe, die vor Generationen ihr sechstes Beinchen eingebüßt hat. Unterstützt durch die Geschwister Anneliese und Peterchen, denen er in einer magischen Vollmondnacht flugs das Fliegen beibringt, will er es nun todesmutig vom Mond zurückholen. Ein großes Abenteuer im nächtlichen Himmel steht den dreien bevor. Denn sie treffen auf den Sandmann, die Nachtfee und ihre Freunde und schließlich auch auf den bösen Mondmann … (CD-Cover)










