Jacksonville hat einen neuen Bürgermeister, der allen Einwohnern die Wünsche von den Lippen liest. Doch mit einem Schlag gehen Tausende von Menschen aufeinander los, weil sie die grausame Wahrheit nicht länger ertragen können. Dämonen-Jäger Jack Slaughter macht sich auf die Suche nach dem Verursacher des Chaos. Aber Jack kommt zu spät. Seine Freunde sind tot! Wird die Tochter des Lichts einen Weg finden, um zu besseren Zeiten zurückzukehren? (Cover)
Rezension:
Alles scheint perfekt im sonnenverwöhnten Jacksonville. Der neue Bürgermeister macht mit seiner Politik alle Einwohner glücklich und Professor Doom hält sich noch immer an den vereinbarten Waffenstillstand. Alles könnte so friedlich sein, hätte nicht das Lieblingslokal von Jack, Kim und Tony die Preise für den geliebten Ingwertee gewaltig erhöht. Und obendrein machen auch noch gemeine Valentinsgrußkarten in der Stadt die Runde und bringen die Menschen gegeneinander auf. Steckt doch Professor Doom hinter den Ereignissen?
Auch die neue Folge „Der dämonische Hellseher“ bleibt dem Motto der Serie treu: Möglichst viel Blödsinn in die Dialoge packen und ganz nebenbei das Böse in Schach halten. Das Konzept geht auf, auch wenn diese Folge keine Innovationen aufweißt. Dafür besticht sie jedoch mit wunderbaren neuen Ideen und übertriebenen Witz. Wenn beispielsweise Professor Doom mit Basil Creeper und seinem innig geliebten Delfin Flopper in Streit gerät und darauf hin in Selbstzweifeln versinkt, ist das wunderbar komisch. Und wenn er dann noch Rat und Hilfe in einer Therapiegruppe sucht, ist das Chaos vorprogrammiert. So einen hörenswerten Unsinn muss man sich erst einmal ausdenken. Respekt hierfür! Trotzdem muss man ehrlich sein. Die Schminktipps von Grandma Abigail, Zauberbarbie Ponytail, die sexistischen Bemerkungen um Bikinimodel Kim … Das alles wiederholt sich schon zum 12. Mal. Vielleicht ist es Zeit, ganz andere Aspekte in die Serie einfließen zu lassen, sonst fürchte ich, könnten irgendwann die Hörer ausbleiben.
David Nathan, Simon Jäger und Arianne Borbach als Dämonenjäger fehlen natürlich ebenso wenig in Folge 12 wie Klaus Dieter Klebsch als Professor Doom, Gisela Fritsch als Grandma und Andy Matern als Bob. Unterstützt wird die Stammbesetzung diesmal unter anderem von Lutz Riedel als charismatischen Bürgermeister. Die Szene in der Selbsthilfegruppe der Seelenlosen mit Klebsch/Riedel ist meine eindeutige Lieblingsstelle in diesem Hörspiel. Die beiden Sprecher beweisen hier wirklich komödiantisches Talent. Wunderbar komisch!
Die Umsetzung und vor allem der Soundtrack überzeugen. Die Musikstücke sind wunderbar retro und passen zum 70er Jahre Flair der ganze Hörspielsitcom. Auch wenn sich die Stücke wiederholen, gefallen sie mir nach einem Dutzend Hörspielen immer noch. Passende Geräusche machen die sonnige Kulisse komplett.
Wenn auch keine brandneuen Ideen geboten werden, weiß „Der dämonische Hellseher“ doch zu unterhalten. So viel spaßigen Blödsinn findet man selten auf einer einzigen Silberscheibe. Und wem das immer noch nicht reicht, darf sich nach Anleitung aus dem Booklet noch sein eigenes Schutzamulett basteln. Was will man mehr?

Jacksonville hat einen neuen Bürgermeister, der allen Einwohnern die Wünsche von den Lippen liest. Doch mit einem Schlag gehen Tausende von Menschen aufeinander los, weil sie die grausame Wahrheit nicht länger ertragen können. Dämonen-Jäger Jack Slaughter macht sich auf die Suche nach dem Verursacher des Chaos. Aber Jack kommt zu spät. Seine Freunde sind tot! Wird die Tochter des Lichts einen Weg finden, um zu besseren Zeiten zurückzukehren? (Cover)










