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Hörbuch: Gruselkabinett (38) - Die Spinne Hot

gruselkabinett-038-coverParis 1910: An drei aufeinander folgenden Freitagen erhängten sich drei Gäste des kleinen Pariser Hotels Stevens am Fensterkreuz von Zimmer 7. Der Student der Medizin Richard Bracquemont lässt sich weder vom zuständigen Kommissar noch von Madame Dubonnet, der Besitzerin des Hotels, davon abbringen, genau dieses Zimmer zu beziehen … (CD-Cover)

Rezension:

Merkwürdige Todesfälle häufen sich im Pariser Hotel „Stevens“. Diese geheimnisvollen Tode sind Mittelpunkt der 38. Folge der Gruselkabinett-Hörspielreihe. Die vorliegende Folge mit dem verheißungsvollen Titel „Die Spinne“, erinnert vom Inhalt her stark an Folge 34 „Die obere Koje“. In beiden Hörspielen gibt es in einem bestimmten Zimmer unerklärliche Todesfälle. In „Die Spinne“ macht sich der junge Richard Bracquemont daran, das Rätsel von Zimmer Nr. 7 zu lösen, in dem sich bisher drei Menschen erhängten – immer an einem Freitag. Er zieht in besagte Kammer. Zuerst beschied nichts, doch langsam, still und leise nimmt das Unheil seinen Lauf.

Eins muss man dem Leverkusener Label Titania lassen. Wie man Hörspiele am spannend und atmosphärisch dich umsetzt, weiß das Produktionsduo Gruppe/Bosenius am allerbesten. Doch wenn die zu erzählende Geschichte wenig eigenes Potential mitbringt, kann auch die beste Umsetzung nicht überzeugen. „Die Spinne“, eine Erzählung des deutschen Schriftstellers Hanns Heinz Ewers, bringt für mich zu wenige, neue Aspekte und erzählt nichts, was man nicht schon woanders gehört hätte. Dabei ist die Geschichte gut umgesetzt, wenn sie auch stellenweise ein paar kleine Längen hat. Vom Hocker gehauen hat mich das Gehörte aber leider nicht. Trotzdem ist „Die Spinne“ gute Unterhaltung und ganz im Sinne der „Gruselkabinett“-Reihe.

Der viel beschäftigte Simon Jäger spricht in dieser Produktion die Hauptrolle, also den neugierigen Studenten Richard. Wer Jäger bereits aus anderen Rollen in Serien wie „Gabriel Burns“ oder „Jack Slaughter“ kennt, weiß, dass hier ein Profi bei der Arbeit ist. Bodo Wolf, spricht die Rolle des ermittelnden Kommissars sehr souverän. Ansonsten sind Engelbert von Nordhausen, Axel Malzacher, Tommy Morgenstern und Hasso Zorn zu hören. Besonders erwähnenswert ist noch der Auftritt von Sprecherin Cathlen Gawlich. Die Rolle der divenhaften Schauspielerin Mary Garden spricht sie göttlich. Wenn auch ihr Auftritt rein gar nichts zur Handlung beiträgt, so ist diese Einlage auf jeden Fall hörenswert.

Wer Titania Medien und deren Hörspiele kennt, weiß, dass hier die Musik einen großen Teil des Hörspiels ausmacht. Auch hier ist das nicht anders. Die Musik ist Teil der Geschichte und macht die besondere Atmosphäre aus, die dem Hörspiel zu gute kommt. Nach 38 Folgen Gruselkabinett sind Musik und Geräuschkulisse immer noch ein Highlight der Serie. Das hat Titania einfach drauf!

„Die Spinne“ schafft es nicht, den Hörer in ihrem Netz zu fesseln. Das Hörspiel schafft es nicht, aus der Masse der veröffentlichten Gruselgeschichten der Hörspielserie heraus zu stechen und ist nur guter Durchschnitt. Überdurchschnittlich ist hier nur das wirklich schön gestaltete Coverbild von Alice Kaiser, welches in seinen Violetttönen sofort ins Auge sticht.



 

Hoerspiel-Info

Name Gruselkabinett (38) - Die Spinne
Serie Gruselkabinett
Autor Hanns Heinz Ewers
Sprecher Simon JägerEngelbert von NordhausenAndreas MannkopffTommy MorgensternBodo WolfDavid TurbaAxel MalzacherHasso ZornMarianne LutzCathlen Gawlich
Art Hörspiel
Spielzeit 76 Minuten
FSK FSK 14
Verlag & Label Titania Medien
Veröffentlichung 13. November 2009

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Hörprobe



Fazit und Bewertung

Gesamt: 
 
8.8
Inhalt:
 
8.0
Sprecher:
 
10.0
Musik/Geräusche:
 
8.0
Umsetzung:
 
9.0
Cover:
 
9.0
Geschrieben von Anke Bokelberg
20 Dezember 2009
 
"Die Spinne" weiß zu unterhalten, bringt aber keine neuen Gruselelemente mit, ergänzt die Gruselkabinett-Reihe aber bestens.
 


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