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Hörbuch: Schrei der Angst (1) - Feeder Hot

schrei-der-angst-001In Feeder treibt Phillip Schwarz sein perverses Unwesen. Er mästet Frauen mit seinen Fütterungsmaschinen qualvoll zu Tode. Und nicht nur das! Genüsslich stellt er dem FBI seine Opfer zur Schau. Warum tut er das? Und wer ist das nächste Opfer? Die Agenten nehmen die Verfolgung auf und stoßen dabei des Öfteren an ihre physischen und psychischen Grenzen. Und es ist nicht auszuschließen, dass es dem Hörer ähnlich ergeht … (CD-Cover)

Rezension:

Man lernt im Leben nie aus und manche Hörspiele bringen einem sogar noch was bei. In der vorliegenden Folge der neuen Hörspielserie „Schrei der Angst“ treibt ein „Feeder“ sein Unwesen, der sich an fettleibigen Frauen ergötzt. Was genau ein „Feeder“ ist, wird im Laufe der Handlung mehr als deutlich. Der Hörer folgt FBI-Agent Miguel del Canto auf der Suche nach dem Feeder, Philipp Schwarz, der ein großes Vergnügen darin sieht, Frauen qualvoll zu Tode zu mästen. Und damit dürfte auch schon klar sein, dass diese Hörspielserie nichts für sanfte Gemüter ist.

Hinter der Produktion von „Schrei der Angst“ steht das neue Label Marctropolis von Marc Fehse. Das Label hat einen hohen Anspruch an sich selbst gestellt und wollte nach eigenen Aussagen ein Hörspiel erschaffen, welches wie ein Film vor dem inneren Auge abläuft. Das gelingt vor allem im ersten Drittel des Hörspiels auch wirklich sehr gut. Der Hörer ist mittendrin im Geschehen und die einzelnen Szenen sind prägnant beschrieben. Spätestens zu Beginn der zweiten CD jedoch hat man das Gefühl, als hätte jemand die Luft aus der Handlung gelassen. Die anfangs gute Story flacht mehr und mehr ab und wird unnötig in die Länge gezogen. Hätte man das Erzählte auf nur eine CD reduziert, hätten die Längen viel besser kaschiert werden können oder wären gar nicht erst aufgetreten. Dazu kommt, dass jede Bewegung und jeder Gedanke des FBI-Agenten del Canto wird dem Hörer detailliert erklärt und vorgekaut. Das macht das Hören auf Dauer unheimlich anstrengend und leider auch langweilig. Man hat ständig das Gefühl, nicht selbst mitdenken zu dürfen, sondern alles wohl portioniert serviert zu bekommen. Das ist sehr schade, denn ich hätte gern mehr Sachen einfach selber entdeckt.

Das größte Problem dieses Hörspiels ist aber der übermäßige Anteil an Textpassagen. Der Erzähler hat viel zu viel Text, was den Fluss des Hörspiels unnötig bremst. Viele Passagen und Erklärungen hätte man einfach weglassen und andere wiederum gut in die Dialoge der handelnden Personen einbauen können. Das Hörspiel ist so leider nahe daran, eine Lesung zu sein.

Was mir jedoch sehr gut gefällt an der ersten Folge, ist die Geräuschkulisse und der Einbau der Musik. Gerade actionreiche Szenen wie der Banküberfall zu Beginn, wirken sehr real. Und auch die Sprecher sind gut besetzt. Ernst Meincke, die geniale Stimme des Bakerman aus „Gabriel Burns“, spricht das Intro und schafft so einen guten Einstieg in die Serie. Hauptfigur und Polizist Miguel del Canto wird gesprochen von Martin May. Auch er ist kein unbeschriebenes Blatt und war unter anderem bereits bei „John Sinclair“ zu hören. Detlef Bierstedt und Annette Gunkel, ebenfalls zwei erfahrene Hörspielsprecher, ergänzen mit zahlreichen anderen Stimmen die Sprecherriege perfekt. Fehlt noch nur Arndt Schmöle in der Rolle des Erzählers zu erwähnen, der mit all dem Text wohl den schwersten Job hat. Doch dafür kann der gute Mann mit der etwas zu weichen Stimme für die Rolle des Erzählers ja schließlich nichts.

Abschließend bleibt zu sagen, dass die Story auf jeden Fall packend und spannend zugleich ist. Die Umsetzung kann leider noch nicht ganz mithalten. Doch wenn Marctropolis das noch in den Griff bekommt und den agierenden Figuren etwas mehr Text für die Dialoge zukommen lässt, könnte aus „Schrei der Angst“ eine grundsolide Hörspielserie mit Zukunft werden.

 

Hoerspiel-Info

Name Schrei der Angst (1) - Feeder
Serie Schrei der Angst
Sprecher Detlef BierstedtErnst MeinckeArndt SchmöleMartin MayAnnette GunkelJona MuesTobias HäuslerFritz WunderlichThomas ChristesAndreas SparbergDavid Annel
Genre Thriller
Art Hörspiel
Spielzeit 110 Minuten
FSK FSK 16
Verlag & Label Marctropolis
Veröffentlichung 27. November 2009

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Externer Link http://www.schreiderangst.de

Fazit und Bewertung

Gesamt: 
 
8.3
Inhalt:
 
9.0
Sprecher:
 
8.0
Musik/Geräusche:
 
9.0
Umsetzung:
 
7.0
Cover:
 
7.0
Geschrieben von Anke Bokelberg
20 Dezember 2009
 
Nicht zu Unrecht lässt das Hörspiel den Vergleich zu „Das Schweigen der Lämmer“ und „Sieben“ zu. Die textliche Umsetzung und die Länge sollten allerdings noch einmal überdacht werden.
 


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