Als in einer Woche gleich zwei Bekannte der drei ??? verschwinden, vermuten die Jungen, dass die Sekte SynRea dahinter stecken könnte. Um die Vermissten zurückzuholen, fliegen die drei Detektive nach New York und treten in einer Undercover-Aktion der Sekte bei. Schon bald stellt sich heraus, dass die vermissten Jugendlichen tatsächlich dort sind. Was jedoch als einfache Rückholaktion geplant war, entpuppt sich zunehmend als unlösbare Mission - denn die Mächte der SynRea-Gruppe scheinen auch von Justus, Peter und Bob Besitz zu ergreifen. (Cover)
Rezension:
Menschen lassen ihr altes Leben hinter sich und verschwinden von heute auf morgen. Auch ein Klassenkamerad von Justus, Peter und Bob ist plötzlich verschwunden. Die Detektive nehmen die Spur auf und stoßen auf eine gefährliche SynRea-Sekte, die ihre Mitglieder mit Versprechungen und Gehirnwäsche in ihren Bann zieht. Ob es die Fragezeichen schaffen, sich gegen den Einfluss des Sektengurus zu wehren, weiß man nach einer guten Stunde Spielzeit.
Die neue Folge der Drei Fragezeichen steht in den CD-Regalen zum Kauf. Doch eigentlich ist „Brainwash“ gar nicht so neu, auch wenn das Hörspiel erst jetzt vertont und veröffentlicht wurde. Der amerikanische Autor Peter Lerangis schrieb bereits 1989 den Fall „Gefahr im Verzug“ für die US-Version der Drei Fragezeichen, welcher auch in der deutschen Hörspielserie seinen Platz fand. Danach folgte der vorliegende Fall „Brainwash“. Das Manuskript dazu blieb jedoch über Jahre ungenutzt in der Schublade liegen. Erst jetzt wurde der Fall von EUROPA als Hörspiel vertont und zum Leben erweckt. Da stellt sich dem Fragezeichen-Fan natürlich zwangsläufig die Frage, ob solch ein Fall, dessen Inhalt über 20 Jahre auf dem Buckel hat, besser sein kann als die neuen, teilweise fürchterlichen Vorlagen der deutschen Autoren. Nunja … Nach dem ersten Hören des „Top Secret“-Falls war ich doch etwas enttäuscht. Das Thema Sekte klang so vielversprechend, doch leider kratzt „Brainwash“ nur an der Oberfläche. Was spannend beginnt, flacht leider schnell ab und irgendwie erschließt sich mir der gesamte Fall nicht wirklich. Ist das denn überhaupt ein richtiger Fall? Wo ist der Spannungsbogen? Und was ist das für ein seltsames Ende ohne wirkliches Finale? Fragen dieser Art spukten während der gesamten Spieldauer in meinem Kopf herum. Für meinen Geschmack hätte die Dramatik und Gefahr, in dieser Sekte gefangen zu sein, noch mehr herausgearbeitet werden müssen. Das wirkt mir alles etwas zu harmlos. Natürlich weiß ich, dass Die drei Fragezeichen eine Kinder- und Jugendserie sind, doch ein bisschen mehr Dramatik hätte der Fall locker vertragen.
Damit der Hörer auch merkt, dass dieser Fall ziemlich alt ist, setzt EUROPA in diesem Hörspiel mächtig auf den Retrobonus. Das ganze Hörspiel ist gespickt mit Anspielungen auf die 80er Jahre. Der gute Alte C-64 taucht neben Pacman und dem guten alten Videorecorder ebenso auf wie die unhandliche Floppy Disc. Auch hat man für diesen „Top Secret“-Fall extra die alte Titelmelodie der Serie wiederbelebt. Bei so viel Nostalgie geht einem wirklich das Herz auf. Dennoch wirkt so viel Nostalgie auf einem Haufen etwas überladen und aufgesetzt. Man muss man über so viel Ironie Schmunzeln beim Hören, doch man kann auch übertreiben.
Was mir beim Hören sofort aufgefallen ist, war die Tatsache, dass auf Thomas Fritsch als Erzähler gänzlich verzichtet wurde. Die Geschichte erzählt sich quasi von allein. Das gelingt auch wirklich gut, denn die einzelnen Szenen sind klar von einander getrennt. Dies gelingt durch eine Vielzahl von neuen und auch bekannten alten Musikstücken. Diese Mischung aus Alt und Neu ist perfekt gelungen und man freut sich beim Hören einfach über die bekannten Klänge aus alten Tagen. Auch die Einstiegsszene ist toll gelungen. Bob arbeitet beim Musikverlag von Sax Sendler und befindet sich gerade bei Musikproben im Studio. Die Atmosphäre, in der die ganze Szene spielt, ist herrlich gemacht und es kommt sogar ein bisschen das Feeling alter Hörspielfolgen auf.
Ein Fall außerhalb der eigentlichen Hörspielreihe … Ist bei EUROPA ja nichts wirklich Neues. Doch ein Fall, dessen Vorlage noch aus der „guten alten Zeit“ stammt, ist schon etwas Besonders. Sieht man einmal über die inhaltlichen Schwächen hinweg, ist „Brainwash“ für alle Nostalgiefans ein wirkliches Schmankerl. Freuen wir uns auf den nächsten „Top Secret“-Fall.

Als in einer Woche gleich zwei Bekannte der drei ??? verschwinden, vermuten die Jungen, dass die Sekte SynRea dahinter stecken könnte. Um die Vermissten zurückzuholen, fliegen die drei Detektive nach New York und treten in einer Undercover-Aktion der Sekte bei. Schon bald stellt sich heraus, dass die vermissten Jugendlichen tatsächlich dort sind. Was jedoch als einfache Rückholaktion geplant war, entpuppt sich zunehmend als unlösbare Mission - denn die Mächte der SynRea-Gruppe scheinen auch von Justus, Peter und Bob Besitz zu ergreifen. (Cover)










