Düsseldorf, Ende des 19. Jahrhunderts. Der alte Bäckermeister Prehl wird tot aufgefunden – verbrannt in seinem eigenen Ofen! Inspektor van den Beeck unternimmt alles, um Dr. Sonderberg von den Ermittlungen abzuhalten. Schließlich ist der Fall sonnenklar … und außerdem hat Sonderberg doch Geburtstag! Aber als Minnie, van den Beeck und Sonderbergs Neffe Gregor dem Detektiv mit einer Reihe von Geschenken ihre Aufwartung machen, äußert Sonderberg nur einen einzigen Wunsch: Er will sofort die Leiche sehen … (Cover)
Rezension:
Ja, so kennen wir Dr. Friedrich Sonderberg. Sogar am eigenen Geburtstag kann die detektivische Neugier nicht ruhen. Während der Bäckermeister Prehl erstochen im Backofen liegt, hat Sonderberg keine große Lust auf Geschenke und Überraschungen. Denn nur zu gern möchte der Detektiv wissen, wer den Bäcker getötet hat. Bei seinen Nachforschungen bekommt er es mit einer völlig verängstigten Bäckers-Witwe, Steine werfende Jungs und einer Fischvergiftung zu tun. Wie dies alles zusammen hängt, erzählt der spannende Fall um den „malaiischen Dolch“.
Die vierte Folge der Hörspielreihe entführt den Hörer wieder in eine längst vergangene Zeit. Als Deutschland noch einen Kaiser hatte und klapprige Kutschen durch die engen Gassen und Straßen Düsseldorfs fuhren. Dass die Serie vor viktorianischer Kulisse spielt, ist ein großer Pluspunkt. Dadurch hebt sich das Ermittlerduo Sonderberg/Cogner von anderen Detektivserien ab, muss sich aber trotzdem den Vergleich mit Sherlock Holmes gefallen lassen. Für Kriminalfälle wie diesen, bietet gerade diese alte Zeit eine hervorragende Atmosphäre. Alles wirkt so schön behaglich und bieder. Diesmal ermitteln nicht nur Dr. Sonderberg und seine Assistentin Minnie Cogner allein nach dem Täter, auch Neffe Gregor ist mehr oder weniger freiwillig mit in die Aufklärung des Bäckermordes involviert. Dies ist eine wunderbare Gelegenheit für die beiden Männer, sich ein wenig näher zu kommen, war das Verhältnis zueinander in der Vergangenheit doch leicht angespannt.
Die ausgewogene Inszenierung macht hierbei einen großen Teil der wunderbaren Atmosphäre aus. Hier wird auf leise Töne gesetzt, die sich harmonisch in die Handlung schmiegen, nie im Vordergrund stehen, aber dennoch stets präsent sind und das Hörspiel lebendig machen.
Lebendig sind natürlich auch die vielen Sprecher. Denn ohne Sprecher würde aus einem Hörspiel schnell ein großes Trauerspiel werden! In „Detektei Sonderberg & Co“ ist eine Vielzahl von großen Namen vertreten. Regina Lemnitz als Co-Detektivin und natürlich Jan-Gregor Kremp als Dr. Friedrich Sonderberg bilden ein Traumduo. Dabei dominiert Regina Lemnitz mit ihrer bekannten und markanten Stimme doch sehr. Dies ist ein konstanter Kontrast zu dem stets eher verhaltenen Charakter Sonderberg. Hinzu kommt Andreas Fröhlich als Neffe Gregor und Andreas Mannkopff als Inspektor van der Beeck. In der vorliegenden Hörspielfolge sind diesmal auch noch Talente wie Flemming Stein und Maximilian Artajo zu hören. Und vor allem Matthias Habich als Käpt’n Coninx blieb mir persönlich im Gedächtnis.
Der krönende Abschluss ist dann eine wirklich einfallsreiche Auflösung des Falles. Hier hat Autor Dennis Ehrhardt den Bogen gut hinbekommen. Als „Special“ gibt es am Ende des eigentlichen Hörspiels dann noch einen Ausflug in „Sonderbergs Notizen“, in denen Minnies Drahtesel, welcher auch im Fall selbst eine Rolle spielt, noch einmal im Mittelpunkt steht.
Auch der vierte Sonderberg-Fall kann wärmstens empfohlen werden. Eine Hörspielserie, die zu kaufen sich lohnt. Toller Inhalt, tolle Sprecher, tolles Design!
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Düsseldorf, Ende des 19. Jahrhunderts. Der alte Bäckermeister Prehl wird tot aufgefunden – verbrannt in seinem eigenen Ofen! Inspektor van den Beeck unternimmt alles, um Dr. Sonderberg von den Ermittlungen abzuhalten. Schließlich ist der Fall sonnenklar … und außerdem hat Sonderberg doch Geburtstag! Aber als Minnie, van den Beeck und Sonderbergs Neffe Gregor dem Detektiv mit einer Reihe von Geschenken ihre Aufwartung machen, äußert Sonderberg nur einen einzigen Wunsch: Er will sofort die Leiche sehen … (Cover)










