Mysteriöse Vogelschwärme am Flughafen von San Francisco verbinden drei Menschen: Um endlich an das große Geld zu kommen, wird Lester Simmons (Simon Jäger) teil eines wahnwitzigen Plans - und muss erfahren, dass die besten Freunde auch zugleich die gefährlichsten sind. Thomas Riley (Martin Kessler) ist bereit, für eine alte Liebe alles hinter sich zu lassen. Und Lennard Fanlay (Detlef Bierstedt) erkennt in letzter Sekunde, wer im Hintergrund die Fäden zieht ... Drei Menschen. Drei Schicksale. Eine Geschichte. (Cover)
Rezension:
Die Psychothriller GmbH macht ihrem Namen erneut alle Ehre. Das Label bleibt seinem Motto treu und veröffentlicht mit „Tanz der Marionetten“ den bereits dritten Teil der spannungsgeladenen Hörbuchreihe „Terminal 3“. Die neue Geschichte beginnt, als am Flughafen von San Francisco plötzlich riesige Vogelschwärme auftauchen. Auch im Flughafen selbst geschehen seltsame Dinge. Eine Gruppe Männer - als Polizisten verkleidet - verriegeln sämtliche Ausgänge, während im Terminal reihenweise Menschen bewusstlos zusammenbrechen. Mittendrin im Geschehen: drei Männer an drei unterschiedlichen Orten des Flughafens.
Der Titel „Terminal 3“ ist raffiniert gewählt. Die Lesung hat nicht nur als Handlungsort das Terminal 3 des San Francisco Airports, sondern wird aus drei unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Die Geschichten dreier Männer, die unterschiedlicher kaum sein können, aber dennoch ungewollt miteinander zu tun bekommen. Lennard Fanlay ist der Sicherheitschef und versucht mit aller Mühe das Chaos im Terminal in den Griff zu bekommen. Währenddessen trifft sich Thomas Riley am Flughafen mit seiner verflossenen Liebe als um ihn herum plötzlich die Menschen einfach umzufallen scheinen. Und dann ist da noch Lester Simmons, der einer der Drahtzieher der Anschläge ist. Aus der Sicht dieser drei Männer baut sich die Geschichte immer mehr auf und der Hörer bekommt aus unterschiedlichen Blickwinkeln immer neue Details geliefert. Dieser Erzählstil hält über die gesamte Spielzeit von drei CDs den Spannungsbogen extrem hoch. Der reinen Lesung kommt das zu Gute, werden doch die drei Erzählperspektiven von drei verschiedenen Sprechern übernommen. Dieser Erzählstil hat sich bereits in anderen Produktionen der Psychothriller GmbH bewährt (man denke da an „Darkside Park“) und verleiht auch „Terminal 3“ genau den richtigen Schliff.
Das Sprecher-Trio kann sich hören lassen. Die Stimmen von Martin Kessler, Detlef Bierstedt und Simon Jäger sind einfach bekannt und es ist jedes Mal auf’s Neue ein Genuss, ihnen bei der Arbeit zuzuhören. Auch die Aufteilung der Rollen finde ich gelungen. Während Detlef Bierstedt mit seiner markanten Stimme den autoritären Sicherheitschef Profil verleiht, ist Simon Jäger in der Rolle des Mitläufers Lester Simmons schon etwas kleinlauter. Martin Kessler macht das Trio komplett und geht in der Rolle des Zivilisten Thomas Riley voll und ganz auf. Jeder der drei Sprecher holt aus seiner Rolle das Beste heraus und verleiht der Figur Charakter.
Die Auflösung dieses Terroranschlags ist mehr als gelungen. Bis zum Schluss bleiben Fragen offen, die vom Autor John Beckmann erst nach und nach gelüftet werden, allerdings ganz anders als man als Hörer denkt. Dieser Kniff beweist einmal mehr, dass Beckmann sein Handwerk versteht. Die in sich abgeschlossene Geschichte „Tanz der Marionetten“ ist beste Unterhaltung mit einer Mischung aus Krimi und Thriller. Ein Hörbuch wie eine „Tatort“-Folge.

Mysteriöse Vogelschwärme am Flughafen von San Francisco verbinden drei Menschen: Um endlich an das große Geld zu kommen, wird Lester Simmons (Simon Jäger) teil eines wahnwitzigen Plans - und muss erfahren, dass die besten Freunde auch zugleich die gefährlichsten sind. Thomas Riley (Martin Kessler) ist bereit, für eine alte Liebe alles hinter sich zu lassen. Und Lennard Fanlay (Detlef Bierstedt) erkennt in letzter Sekunde, wer im Hintergrund die Fäden zieht ... Drei Menschen. Drei Schicksale. Eine Geschichte. (Cover)










