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Hörbuch: Robocalypse Hot

robocalypse-coverHat die letzte Stunde der Menschheit geschlagen? Angeführt von Archos, einer von Wissenschaftlern geschaffene künstliche Intelligenz, beginnen die Maschinen sich gegen ihre Besitzer zu erheben. Navigationssysteme und computergesteuerte Waffensysteme werden zur tödlichen Gefahr. Aber auch unter den Menschen beginnt sich Widerstand zu formieren. Wird es den Robotern gelingen, die Menschheit in der Robocalypse auszulöschen? (Cover)

Rezension:

Ein Horrorszenario schlechthin wird in diesem Hörbuch zur bitteren Realität. Computer, Autos und Roboter werden quasi über Nacht zu mordenden Maschinen. Sie alle haben nur ein gemeinsames Ziel: Die Vernichtung der Menschheit. Angeführt wird der Aufstand der Maschinen vom Supercomputer Archos. Von Wissenschaftlern mit künstlicher Intelligenz ausgestattet, koordiniert Archos die Angriffe auf die Menschen. Plötzlich werden Autos und Hausroboter zu tödlichen Waffen und ein jahrelanger Kampf Mensch gegen Maschinen steht bevor.

Was sich der Autor Daniel H. Wilson da in seinem Zukunftsroman „Robocalypse“ ausgedacht hat, ist schon etwas beängstigend. Schließlich steckt in fast jedem elektronischen Teil, welches unseren Alltag umgibt, vom Espressoautomaten, Telefon und Auto ein Chip, der die Geräte programmiert. Wenn nun diese Elektrogeräte – wie im Hörbuch - von einem außer Kontrolle geratenen Computer umprogrammiert werden, kann das in einer Katastrophe enden - wie in „Robocalypse“ eben beschrieben. Gut, wer dann noch ein Uraltauto in der Garage stehen hat, welches ohne technischen Schnickschnack ausgestattet ist. Und gut, wer am Land wohnt, wo nicht ganze Straßenzüge mit Videokameras überwacht werden. Im Roman von Daniel H. Wilson wird deutlich, wie sehr sich der Mensch von der Technik abhängig gemacht hat und welche gravierenden Auswirkungen es hat, wenn genau diese Technik, die den Alltag eigentlich erleichtern soll, das Gegenteil bewirkt. Die Menschheit steht in „Robocalypse“ vor einem Supergau.

Raffiniert ist die Sichtweise, aus der die Geschichte geschrieben wurde. Denn das Hörbuch ist kein gewöhnlicher Roman, sondern soll vielmehr ein Zeitzeugnis in Form eines digitalen Tagebuchs sein. Mit Videoaufzeichnungen, Tonbandaufnahmen und eigene Erfahrungsberichten von Überlebenden der Robocalypse wird aus verschiedensten Blickwinkeln rückblickend der Kampf Mensch gegen Maschinen erzählt. Praktisch eine Kriegsberichterstattung in Form einzelner Episoden von unterschiedlichen Menschen, die jedoch alle einen großen Teil dazu beitragen, dass der Kampf zu Gunsten der Menschheit ausgeht. Diese Erzählweise ist interessant, gestaltet sich jedoch auf die Ganze Spiellänge gesehen schwierig. Denn zwei Sachen haben mich an dieser Lesung wirklich gestört.

Zum einen sind die einzelnen Erlebnisse und Begebenheiten, über die berichtet wird, interessant. Trotzdem hatte ich beim Hören der letzten beiden CDs ständig das Gefühl, die Ereignisse wiederholen sich. Es kamen einfach keine neuen Ideen mehr in die Handlung hinzu. Auch konnte ich keine Beziehung zu den handelnden Personen aufbauen, weil die Passagen einfach viel zu kurz waren. So wird man um das Gefühl gebracht, mit einem bestimmten Helden mitfiebern zu dürfen und ihn auf seinen Abenteuern zu begleiten. Man kann keine Beziehung zu den einzelnen Figuren aufbauen. Doch vielleicht ist genau dieser Effekt von Wilson gewollt? Schließlich handelt es sich um einfache Tatsachen, die aneinander gereiht wurden, um der Nachwelt die Entstehung des Roboteraufstands zu erläutern. Wie auch immer. Mir hat’s nicht gefallen.

Gefallen hat mir dagegen Sprecher Rolf Berg, der mit seiner rauen Stimme durch die Handlung führt. Viele Hörbücher hat Rolf Berg bisher noch nicht gesprochen, doch seine Stimme ist toll und ich würde mir wünschen, ihn in Zukunft noch öfter zu hören. Und sehr schön fand ich auch die immer wiederkehrende Musik zwischen den einzelnen Kapiteln. Die Musik ist schon impulsiv und gewaltig und lockert die Lesung wunderbar auf.

Zusammenfassend war „Robocalypse“ nicht der Brüller, aber durchaus unterhaltsam. Das Szenario von Daniel H. Wilson ist durchaus glaubhaft, seine Figuren dagegen nicht immer. Wer nicht unbedingt auf Science Fiction steht, kann sich den Kauf sparen!

 

Hoerspiel-Info

Name Robocalypse
Autor Daniel H. Wilson
Sprecher Rolf E. SchenkerRolf Berg
Genre Science-Fiction
Art gekürzte Lesung
Verlag & Label Lübbe Audio
Veröffentlichung 16. September 2011

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Mehr Informationen

Externer Link http://www.luebbe-audio.de

Fazit und Bewertung

Gesamt: 
 
7.4
Inhalt:
 
7.0
Sprecher:
 
8.0
Musik/Geräusche:
 
7.0
Cover:
 
8.0
Geschrieben von Anke Bokelberg
21 Dezember 2011
 
+ interessante Story
+ Musik zwischen den Kapiteln

- auf Dauer etwas langatmig
- kein richtiger Bezug zu agierenden Personen
 


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