Hörbuch: MIG - Men in Green

men-in-green-coverImmer wenn das Böse die Welt sich Untertan machen will, immer wenn ein Krieg zu entstehen droht, immer wenn die Menschheit in Gefahr ist ... dann helfen sie! Sie, die grün in ihrem Inneren sind und das Wohl aller vor ihr eigenes stellen! Denn sie sind die Men in Green; eine unbekannte Einheit aus Underworld. Lykaner, Vampire, Dämonen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Welt und ihre Bewohner zu beschützen. Doch jetzt, wo die Welt von dem bösen Schaf Tobi und seinen Anhängern bedroht wird, kann nur noch einer helfen ... Wolfy, der kleine grüne Lykaner aus Underworld, muss sich dem Bösen stellen. (Cover)

Rezension:

Auch das noch! Unser Heimatplanet Erde wird von Schafen überschwemmt. Oberschaf Tobi möchte mit seiner Invasion von Schafen die Weltherrschaft an sich reißen. Die Schafe sind überall und keiner kann sie stoppen. Doch immer wenn die Welt in Not ist, sind auch ihre Retter nicht fern. Eine Organisation aus Underworld, die sich selbst die Men in Green, kurz MIG, nennt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erde und ihre Bewohner zu retten und erbittert gegen das Böse zu kämpfen. Die MIG besteht aus einer Vielzahl kurioser Gestalten. Vampire, Dämonen und Lykaner kämpfen Seite an Seite für das Gute. Der grüne Lykaner Wolfy spielt im Kampf gegen die Schafe eine ganz entscheidende Rolle. Er ist der Auserwählte und nur er kann die Erde bewahren. Die Men in Green nehmen ihn als Agent in ihre Organisation auf und bringen Wolfy nicht nur das Schießen bei.

Was sich auf den ersten Blick recht dämlich anhört, ist es auch auf den zweiten Blick. Und spätestens nach den ersten fünf Minuten dieses Weltuntergangsszenarios steht fest, dass dieses Hörspiel vor allem eines erfordert: Eine große Portion Durchhaltevermögen und Nerven aus Stahl. Die Story ist mehr als albern und so dermaßen unkomisch, dass diese Tatsache allein schon wieder komisch ist. Es ist ein dünner Grad zwischen Humor und Albernheit und es fällt mir wirklich schwer, hier eine ernsthafte Kritik zu schreiben. Dieses Hörspiel ist in meinen Ohren einfach nur grauenhaft und ich gebe zu, dass ich es nicht bis zu Ende gehört habe. Deswegen weiß ich auch nicht, ob und wie es den Men in Green und Wolfy Wolf gelungen ist, die Welt zu retten. Und trotzdem habe ich nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben.

Ich weiß auch gar nicht, wo ich eigentlich mit der Kritik anfangen soll? Zuerst ist da die Handlung. Die ist zwar originell und einfallsreich, aber an der Umsetzung und Ausarbeitung mangelt es doch gewaltig. Dazu kommen die absolut dämlichen Charaktere. Schafe? Grüne Wölfe? Oh bitte … Und als ob das noch nicht genug wäre, wird der Hörer auch noch mit allerlei flachen Witzen und Sprüchen bombardiert, dass es fast in den Ohren weh tut. Von den flachen Dialogen mal ganz abgesehen. Zu allem Übel wird da noch ein Dieter-Bohlen-Verschnitt als Erdenminister eingebaut, der den Bogen mit seinen Naddel-Witzen noch total überspannt. Dazu kommen noch Franz Beckenbauer und Rainer Calmund. Das alles wäre vielleicht ganz witzig gewesen, wenn der echte Dieter, der echte Kaiser und der echte Calle zu hören gewesen wären. Die Nachmache geht jedenfalls völlig nach hinten los und ist mehr als überflüssig.

Womit wir schon beim Thema Sprechercast wären. Auch hier lässt sich eigentlich wenig Gutes und Lobendes sagen. Die Sprecher sind allesamt Laien und Amateure, das hört man. Was nicht schlimm ist, da es durchaus sehr gute Hörspielproduktionen gibt, in der nur Amateurstimmen zu hören sind. Bei MIG machen schlechte Sprecher aus einer schlechten Handlung nur noch mehr ein schlechtes Hörspiel. Einzig und allein Michael Grumptmann als Erzähler hat mir gefallen sowie der Kurzauftritt der Weltraumabenteurer Quiqueck und Hämat (gesprochen von Thomas Zeug).

Dazu kommt noch die miserable Aufnahmequalität. Jeder Sprecher hat seinen Part wohl am heimischen Computer selbst ins Mikrofon gesäuselt. Zusammengeschnitten wurde das ganze dann am Schluss mit den Tonqualitäten, die die Sprecher abgeliefert haben. Dieser Umstand wäre nicht weiter schlimm, wenn nicht das Ergebnis so grauenhaft schlecht geworden wäre. Während einige Stimmen sehr präsent und deutlich klingen, sind andere viel zu leise und verrauscht zu hören. So macht das Zuhören einfach keinen Spaß, weil man ständig damit beschäftigt ist, den Lautstärkeregler zu bedienen.

So leid es mir tut: Aber dieses Hörspiel kann und will ich weiß Gott nicht weiterempfehlen. Weghören empfohlen und lieber noch einmal die echten MIB als DVD ansehen.

 

Hoerspiel-Info

Name MIG - Men in Green
Sprecher Michael Grumptmann
Genre Science-FictionComedy
Art Hörspiel
Spielzeit 56 Minuten
Verlag & Label WP Entertainment
Veröffentlichung 31. Dezember 2011

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Mehr Informationen

Externer Link http://www.men-in-green.eu

Fazit und Bewertung

Gesamt: 
 
5.0
Inhalt:
 
4.0
Sprecher:
 
4.0
Musik/Geräusche:
 
7.0
Umsetzung:
 
7.0
Cover:
 
8.0
Geschrieben von Anke Bokelberg
04 Januar 2012
 
- miserable Sprecher
- miserable Tonqualität
- an den Haaren herbeigezogene Story
- dämlicher Humor
- nichtkomische Sprüche und Witze
 


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