Liegt tief im Wickham Forest wirklich ein über hundert Jahre alter Bunker verborgen? Und wenn ja, welche Geheimnisse mag er in seinen lichtlosen Kammern verwahren? Jay, Tom und Derek wollen die Wahrheit herausfinden und verabreden sich, um den düsteren Wald zu durchkämmen. Doch das Böse lauert unter den alten Bäumen. Es treibt die Tiere fort und es breitet sich aus. Derek ist plötzlich unauffindbar. Tom macht sich allein auf die Suche, doch auch er verfängt sich im Netz der achtbeinigen Schrecken. So bleibt Jay keine Wahl, als seinen Freunden in das Herz der Finsternis zufolgen ... (Cover)
Rezension:
Wer unter Arachnophobie - also der Angst vor Spinnen - leidet, sollte bei der neuesten Hörspielfolge von „Point Whitmark“ lieber erst gar nicht hinhören. Denn die achtbeinigen Krabbeltiere kommen in diesem Hörspielabenteuer gleich zu hunderten vor. Die drei Freunde Jay, Derek und Tom begeben sich diesmal in den Wickham Forrest. Dort, inmitten des dunklen Waldes, will Jay eine Reportage zum Thema „Helden der Nachbarschaft“ für die nächste Radiosendung aufnehmen. Für seinen Radiobeitrag ist Jay mit dem Essenstester Basil Cricket zu Gast im Bioladen des Ehepaars Norwood, die dem Super-Super-Schmecker einige ihrer Köstlichkeiten kredenzen möchten. Danach hatte der Junge eigentlich vor, sich mit seinen beiden Freunden Derek und Tom zu treffen. Mit ihnen wollte er im Wald übernachten und die Gegend erkunden. Doch irgendwie kommt alles anderes, als überall im Wald plötzlich diese Spinnen auftauchen und Bäume und Sträucher mit ihren Netzen überziehen … Und dann ist auf einmal Derek unauffindbar und auch Jay und Tom sind in großer Gefahr.
Eigentlich beginnt diese Geschichte so wie alle anderen „Point Whitmark“-Folgen auch. Und doch ist vieles an diesem Hörspiel anders. „Verirrt im Spinnenwald“ kommt auch ziemlich abgefahren daher. Überall diese Spinnen! Vielleicht etwas zu viele Tierchen. Natürlich ist jede Folge von „Point Whitmark“ etwas überdreht, doch hier wird schon mächtig übertrieben. Ein schöner Nebeneffekt ist allerdings, dass endlich mal wieder der Radiosender von Jay, Derek und Tom in die Handlung eingebaut wurde, denn „Der Sender, der so heißt wie die Stadt“ wurde in letzter Zeit doch sehr vernachlässigt. Umso schöner, dass er hier wieder zum Thema wird, wenn auch nur anfänglich.
Besonders macht dieses Hörspiel auch, dass es aus drei Handlungssträngen besteht. Abwechselnd wird die Folge aus der Sicht der drei Jungs erzählt, was manchmal zu Irritationen führt (Vielleicht deshalb der Titel?). So springt der Geschichtsfluss munter hin und her und hält den Hörer mächtig auf trapp. Irritiert hat mich aber noch eine ganz andere Sache, die ich so von „Point Whitmark“ bisher nicht gewohnt war. Diese Folge kommt ganz ohne Musik aus. Von Intro und Outro mal ganz abgesehen, wird in Folge 35 keine einzige Musiksequenz verwendet. Die einzelnen Szenen kommen ebenso wie die Kapitelübergänge ganz ohne gruselige Klänge aus. Das hat zur Folge, dass nach einem Kapitel für endlose Sekunden völlige Ruhe herrscht. Irgendwie gruselig, aber nicht schlecht. Dieser Umstand macht „Verirrt im Spinnenwald“ irgendwie besonders. Auch die Auflösung des ganzen Mysteriums kam überraschend und war für mich so nicht vorhersehbar. Auch dieser Aspekt kann absolut als Pluspunkt gewertet werden.
Genauso wie die vielen Sprecher. Neben den üblichen Verdächtigen sind Stimmen von Liane Rudolph, Oliver Beerhenke, Ulrich Voß, Bert Stevens, Karin Buchholz und anderen zu hören. An den Leistungen der Sprecher kann man nicht meckern. Trotzdem hat mir Ulrich Voß in seiner Rolle als etwas grantiger und kauziger Mr. Hornberger doch am besten gefallen.
Der ganze Spinnenzirkus hin oder hier. „Verirrt im Spinnenwald“ ist anfangs etwas verwirrend, aber dennoch unterhaltsam. Ob nun Arachnophobiker hier reinhören sollten, bleibt jedem selbst überlassen. Mir hat’s mit kleinen Abstrichen jedenfalls gefallen.

Liegt tief im Wickham Forest wirklich ein über hundert Jahre alter Bunker verborgen? Und wenn ja, welche Geheimnisse mag er in seinen lichtlosen Kammern verwahren? Jay, Tom und Derek wollen die Wahrheit herausfinden und verabreden sich, um den düsteren Wald zu durchkämmen. Doch das Böse lauert unter den alten Bäumen. Es treibt die Tiere fort und es breitet sich aus. Derek ist plötzlich unauffindbar. Tom macht sich allein auf die Suche, doch auch er verfängt sich im Netz der achtbeinigen Schrecken. So bleibt Jay keine Wahl, als seinen Freunden in das Herz der Finsternis zufolgen ... (Cover)










