Nach langen Jahren kehrt der junge Schmied Taru in sein Heimatdorf zurück. Doch anders als erhofft, haben sich viele seiner Probleme nicht einfach mit der Zeit erledigt. Noch immer gibt es Rivalitäten zwischen ihm und seinem mittlerweile ergrauten Vater. Auch Jara, die ihm von Kindesbeinen an versprochen ist, trifft Taru wieder. Ihr gemeinsames Glück währt nur kurz ... denn düstere Zeiten brechen an. Man kann es am Himmel sehen. (CD-Cover)
Rezension:
Wieder drängt eine Fantasylsaga auf das Hörspielparkett und macht Serien wie „Dragonbound“ und „Abseits der Wege“ Konkurrenz. In 13 Teilen wird eine düstere Geschichte erzählt, in der sich das Schicksal vieler Menschen entscheiden wird. Im Zentrum der Hörspielsaga „Astra Obscura“ stehen der junge Schmied Taru und die schöne Jara, deren gemeinsames Glück nur von kurzer Dauer ist. Ihre Liebe wird von dunklen Geschehnissen überschattet, wie der Titel der ersten Folge „Der Liebe Leid“ bereits erahnen lässt.
Natürlich ist die erste Folge auch immer eine Art Kennenlernfolge. Als Hörer findet man sich langsam in die Handlung hinein und lernt neben Taru, dem begabten Schmied und gleichzeitig Hauptfigur, auch dessen Familie mit dem herrischen Vater, die hübsche Jara und einige andere Dorfbewohner kennen. Allerdings wird nur auf die Hauptfiguren näher eingegangen, während die Nebencharaktere nur oberflächlich erwähnt werden. Das ist ein wenig schade, schließlich entsteht so ein eintöniges Bild des Kosmos, in welchem die Handlung stattfindet. Doch vielleicht ändert sich dieser Zustand in den nächsten Folgen und wir erfahren mehr über das Dorf, seine Einwohner und das Land.
Die Inszenierung ist gut gelungen. Das Hörspiel gewinnt durch die vielen Geräusche und dem Einsatz von mittelalterlich anmutender Musik und lassen die einzelnen Spielszenen sehr lebendig erscheinen. Vor allem der Einsatz der Musikstücke ist wohlüberlegt dosiert. Hier sind keine übermäßigen und bombastischen Orchesterouvertüren wie bei der „Abseits der Wege“-Reihe zu hören. Gegen Ende geht der Spannungsbogen und somit auch der Musikpegel allerdings mächtig nach oben, um die Bedrohung deutlicher hervorzuheben. Von dieser Seite aus gibt es an dem Hörspiel nichts zu bemängeln.
Bei den Sprechern sieht es dagegen etwas anders aus. Hier merkt man sofort, dass hinter dem Mikrofon keine ausgebildeten Profis stehen, sondern engagierte Laien. Nichtsdestotrotz merkt man in jedem einzelnen Satz, dass sich die einzelnen Sprecher sehr viel Mühe geben und besonders Michael Ruscheinsky als Taru macht einen guten Job. Auch Erzählerin Ingrid Mülleder hat eine angenehme Stimme und es ist schön, wieder einmal eine weibliche Erzählstimme zu hören. Am interessantesten von allen ist jedoch die Figur des Toben.Seine eindringliche Stimme passt wunderbar zu seiner (noch?) undurchsichtigen Rolle.
Eine weitere noch zu stopfende Schwachstelle sind die teils holprigen Dialoge, die die Sprecher hörbar ausbremsen. Für eine Fantasysaga, die in einer mittelalterlichen Umgebung spielt, ist auch die Sprache nicht immer glaubhaft geraten. So passen Aussagen wie „Du doofe Gans“ leider nicht ins Gesamtbild und sind nur störend.
Trotz den kleinen Verbesserungsvorschlägen, hat die erste Hörspielfolge ihr Ziel erreicht. Der Hörer wurde gut unterhalten und ist neugierig auf die weitere Folgen geworden, welche ja schon in den Startlöchern stehen. Fantasyfans und Freunde von „Der Herr der Ringe“ sollten auf jeden Fall reinhören und zu den besonders schön gestalteten Hörspielen greifen. Das Coverdesign der gesamten Serie ist wirklich toll geraten, zieht die Aufmerksamkeit förmlich an und macht neugierig.Dafür ein großes Lob von mir!

Nach langen Jahren kehrt der junge Schmied Taru in sein Heimatdorf zurück. Doch anders als erhofft, haben sich viele seiner Probleme nicht einfach mit der Zeit erledigt. Noch immer gibt es Rivalitäten zwischen ihm und seinem mittlerweile ergrauten Vater. Auch Jara, die ihm von Kindesbeinen an versprochen ist, trifft Taru wieder. Ihr gemeinsames Glück währt nur kurz ... denn düstere Zeiten brechen an. Man kann es am Himmel sehen. (CD-Cover)










