Sechs Mädchen, die nicht verschiedener sein könnten. Abgesehen davon, dass sie in der schwedischen Kleinstadt Engelsfors leben, auf dieselbe Schule gehen und sich nicht mögen, haben sie nichts gemeinsam. Glauben sie. Doch eines Nachts werden sie im Wald zusammengeführt. Sie sind auserwählt, das Böse, das in der Stadt lauert, zu bekämpfen. Schaffen sie es, miteinander auszukommen? Denn nur mit vereinten Kräften können sie die dunklen Mächte besiegen. (Cover)
Rezension:
Das Genre der Vampirliteratur scheint in letzter Zeit etwas aus der Mode zu kommen. Jedenfalls schwemmen nicht wöchentlich neue Vampirbücher den Markt. Doch Fantasy- und Mystery-Geschichten haben noch viel Potential nach oben. Das dachte sich wohl auch das schwedische Autorenduo Sara B. Elfgren und Mats Strandberg. Denn die beiden Schriftsteller starten eine neue Trilogie voller Magie, die es hauptsächlich auf die Teenie-Leser abgesehen hat. „Zirkel“ heißt der erste Teil dieser Trilogie, die jetzt von Oetinger Audio als gekürzte Lesung erschienen ist. Der ursprünglich über 600 Seiten starke Roman, wurde auf sechs CDs und einer Laufzeit von 407 Minuten zusammengekürzt.
Erzählt wird die Geschichte von sechs Mädchen, die allesamt auf irgendeine Weise Außenseiterinnen an ihrer Schule sind. Sie alle sind unterschiedlich und haben doch eines gemeinsam: Sie fühlen sich in ihrer eigenen Haut unwohl, haben Essstörungen, werden gehänselt oder fühlen sich einfach nur ungeliebt. Und genau diese Tatsache lies sie bisher nie Freunde werden. Als ihr Mitschüler Elias auf der Schultoilette tot aufgefunden wird, kommt die Geschichte in Bewegung. Nachts werden die sechs auserwählten Mädchen von einer fremden Macht in den Wald gelotst. Von diesem Zeitpunkt an, müssen die Mädchen miteinander auskommen. Und nicht nur dass … Denn ein zweites Todesopfer folgt.
Die Mischung aus Magie und pubertierenden, biestigen Mädchen beginnt recht vielversprechend und ist über die gesamte Laufzeit unterhaltsam. Auch freundet man sich mit den einzelnen Charakteren mit der Zeit an und lernt die Mädchen besser kennen. Leider kratzt das Buch hierbei nur an der Oberfläche. Wirklicher Tiefgang und eine Auseinandersetzung mit den einzelnen Figuren findet jedoch nicht statt. Hier wird von den Autoren nur an der Oberfläche gekratzt. Das ist schade. Denn so plätschern die Geschehnisse nur so dahin. Unterhaltsam ist das allemal, aber wirkliche Spannung und eine spürbare Bedrohung kamen bei mir leider nicht auf. Irgendwie hat diese Geschichte mich einfach nicht gepackt.
Mit Marie Bierstedt wurde eine sehr junge und für diese Art Geschichte passende Stimme für dieses Hörbuch verpflichtet. Denn Marie Bierstedt hat so eine Art, Texte absolut melancholisch und melodramatisch vorzutragen. Für diese Art Jugendliteratur ist das vielleicht ganz passend, mich persönlich hat diese Darbietung auf Dauer eher gelangweilt. Denn Bierstedt behält konstant denselben Tonfall und haucht jedes Wort nur so dahin. Das ist echt zuviel des Guten. Ein bisschen mehr Dramatik in der Stimme hätte mir hier besser gefallen. Aber so klingt das Gehörte irgendwie nach Teenieschnulze aller „Charmed“ oder „Buffy“.
Schlecht ist „Zirkel“ auf keinen Fall, erstklassig aber auch nicht. Dafür haben Inhalt und Darbietung einfach zu viele Schönheitsfehler. Der Zielgruppe dürfte es allerdings gefallen. Denn hier wird von Teeie-Scherz, Pubertätssorgen über Magie und Zusammenhalt alles geboten.

Sechs Mädchen, die nicht verschiedener sein könnten. Abgesehen davon, dass sie in der schwedischen Kleinstadt Engelsfors leben, auf dieselbe Schule gehen und sich nicht mögen, haben sie nichts gemeinsam. Glauben sie. Doch eines Nachts werden sie im Wald zusammengeführt. Sie sind auserwählt, das Böse, das in der Stadt lauert, zu bekämpfen. Schaffen sie es, miteinander auszukommen? Denn nur mit vereinten Kräften können sie die dunklen Mächte besiegen. (Cover)










