"Astra Obscura" ist eine Fantasyhörspielsaga in dreizehn Teilen. Erlebe mit, wie sich unaufhaltsam die Räder des Schicksals in Bewegung setzen und die Welt ihrem Ende entgegen drehen. Erlebe die Verzweifelung und Ohnmacht derjenigen, die wissen was allen bevor steht... und doch nichts unversucht lassen, das Schicksal noch abzuwenden. Begleite eine Frau und einen Mann auf ihrem endlosen Weg über Berge, durch Wüsten, Städte und über Seen. Hin zu denen, die sich vor ihrem Kommen fürchten, wie sonst nur vor den dunklen Feuern am Himmel selbst. Erlebe, wie Schwarz und Weiß verschwimmen und graue Gestalten in den Abgrund ihres Gewissens blicken ... bis dieser die Augen aufschlägt und ihnen ins Herz starrt.
Dieter Rode, Macher der Hörspielserie, hat uns netterweise einige Fragen rund um "Astra Obscura" beantwortet, die es hier zu lesen gibt.
Das Hörspiellabel HigherSense in Higher Sins gibt es ja schon eine Weile. Für alle, die noch nichts von euch gehört haben … Was habt ihr schon für Hörspiele produziert?
Dieter Rhode: In der Vergangenheit produzierte HigherSense in HigherSins Just Justice, einen in sich abgeschlossenen Beginn einer Mysteryreihe. Dabei handelte es sich um eine Koproduktion mit dem Campusradio der Universität Darmstadt. Im Anschluss daran haben wir begonnen uns auf die Hörspielreihe „Astra Obscura“ zu konzentrieren.
Nun erscheint die mit der Fantasysaga „Astra Obscura“ eine große Hörspielreihe. Was bedeutet der Name?
Dieter Rhode: Der Name kommt aus dem lateinischen und bedeutet sinngemäß: Sternendunkel, Sternenschatten oder Sternenfinsternis. Er bezieht sich auf ein kosmisches Ereignis, das eine mittelalterliche Welt in den Abgrund zu stürzen droht.
Warum gerade eine Fantasygeschichte? Wer hatte die Idee dazu?
Dieter Rhode: Fantasy ist ein breites Feld in dem all die Dinge untergebracht werden können, die viele Menschen seit ihrer Kindheit kennen und die sie faszinieren. Ritter, Zauberer, Schwertkämpfe, Magie. Der Kampf Gut gegen Böse und epische Geschichten, bei denen es um nicht weniger geht als die gesamte Existenz. Die Story selbst geht auf mich zurück.
Was ist das Besondere an der Reihe?
Dieter Rhode: Astra Obscura beginnt wie eine klassische Fantasygeschichte, in der klar zu sein scheint, wer gut und wer böse ist. Doch schon bald zeigt sich, dass nichts so einfach ist, wie es zunächst den Anschein hat. Es geht um das Gewissen der Hauptpersonen und wie sie mit den von ihnen getroffenen Entscheidungen klar kommen. Nicht die vermeintlichen „Helden“ machen sich auf, die Welt zu retten, sondern diejenigen, die man üblicherweise auf der anderen Seite vermuten würde. Aber selbst die Hauptpersonen glauben zunächst nicht so recht an den Weltuntergang, sondern sind eher von ihrer persönlichen Schuld getrieben. Das Besondere an Astra Obscura, so könnte man sagen, ist das klassische Setting in einem anderen Blickwinkel, quasi ein Fantasy-Drama.
Ich kann mir vorstellen, dass viel Arbeit in dem Hörspielprojekt stecken. Wie lange wird an „Astra Obscura“ schon gearbeitet?
Dieter Rhode: Die Bruttoarbeitszeit liegt nun bereits bei mehreren Jahren, jedoch wurde nicht jeden Tag daran gearbeitet, von daher fällt uns bei HigherSins eine exakte Antwort schwer. Seit mehreren Jahren stetig immer wieder, trifft es wohl am besten.
Die Reihe besteht ja aus 13 Teilen. Sind die Teile alle schon fertig produziert und komplett im Kasten?
Dieter Rhode: Die verbleibenden Teile sind bereits weitestgehend eingesprochen und geschnitten. Sie werden kontinuierlich weiter produziert, also mit Geräuschen und Musik versehen.
Worauf wurde am meisten Wert gelegt? Was war euch besonders wichtig bei der Umsetzung des Stoffes?
Dieter Rhode: Astra Obscura versucht realistisch zu bleiben und zu zeigen, wie Menschen sich in einer Welt zurechtfinden in der die Magie an Bedeutung gewinnt. Die Serie und bietet keine Zauberer in Zipfelmützen oder leicht bekleideten Damen, die sich ohne jede Rüstung ins Kampfgetümmel stürzen. Und täten sie es doch, würde Astra Obscura schonungslos die Konsequenzen offenlegen. Magie ist dunkel und gefährlich und muss teurer erkauft werden, als manche Figuren zunächst denken. Der Hörer begleitet im späteren Verlauf Finnis von Somora, eine mächtige und magiebegabte Frau und Rios von Faagila einen gefallenen Ritter auf ihrer langen Reise. Uns bei HigherSins war wichtig dem Stoff die nötige Spannung und Ernsthaftigkeit zu verleihen.
Besonders ins Auge gestochen sind mir die wunderschön designten Covermotive. Kein Vergleich zum Design der „Just Justice“-Reihe. Und auf der Homepage zur Serie gibt es ja auch noch andere Zeichnungen. Wer ist für die Gestaltung verantwortlich?
Dieter Rhode: Die Cover wurden von HigherSins gestaltet, mehrere Grafikdesigner waren beratend und an der Umsetzung beteiligt. Für die Gestaltung der Portraits konnte HigherSins Eva Widermann gewinnen, die üblicherweise für große Fantasymarken wie den Marktführer Dungeons & Dragons und die Onlinerollenspielplattform Runes of Magic arbeitet.
Überhaupt ist der Webauftritt sehr professionell gestaltet. Wie wichtig ist die Präsentation?
Dieter Rhode: Uns war wichtig, dass Cover und Homepage das transportieren, worum sich das Hörspiel letztlich dreht. Zu zeigen, dass es mystische Themen sind, die jedoch bei Astra Obscura erwachsen und ernst präsentiert werden sollen. Die Cover beziehen sich thematisch auf Inhalte der einzelnen Teil. So wird in Teil drei eine wichtige Prophezeiung aus der Hand gelesen, daher hier die brennende Hand.
Nachdem die ersten fünf Teile jetzt erschienen sind, wann wird es den Rest zu kaufen geben?
Dieter Rhode: Weitere Teile werden 2010 erscheinen, konkrete Daten sind von uns zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht benennbar. Jedoch sei verraten, dass es in den folgenden Teilen massiv zur Sache geht. All das Blut am Ende von Teil fünf bietet einen Ausblick darauf. Wir vergleichen Astra Obscura gerne mit einem Zug, der immer mehr Fahrt aufnimmt und einem unausweichlichen Ende entgegenrast. Teil 1 lässt sich da, mit seinem Focus auf den beiden Figuren Jara und Taru, noch vergleichsweise harmlos und privat an. Teil dreizehn präsentiert schließlich den finalen Supergau, zwischendrin wird kontinuierlich beschleunigt und die Leichenzahl wächst stetig an. Oder um es mit den Worten von Jussuffs hellsichtigem Diener zu sagen: „ Ich sah ein Kind... und hinter ihm da lief der Tod und hinter dem, da liefen viele tote Menschen.“
Danke für das Interview und viel Erfolg mit der Serie.
Internet: www.astra-obscura.de









