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Hörbuch-Interview: Die drei ??? live in Nürnberg Hot


live and ticking - logoVor der "Arena" in Nürnberg, gleich neben dem Stadion des 1. FC Nürnberg, sammeln sich allmählich scharenweise Menschen. Ein Blick auf die Uhr verrät, es ist kurz nach 18 Uhr. Heute ist es also soweit. Die drei Fragezeichen mit ihrer "Live and Ticking"-Tour machen Halt in Nürnberg und alle wollen dabei sein. Rasch wird es voller auf der Treppe vor der großen, hell beleuchteten Mehrzweckhalle, und alle Fans warten gespannt auf den Einlass - auch die HÖRZENTRALE. Gut, dass wir so früh dran sind, denke ich mir. Denn wie man sieht, lautet das Motto an diesem Abend nicht zu unrecht "Wer zuerst kommt, malt zuerst". Da da es keine festen Sitzplätze gibt, muss man schauen, wo man bleibt. Unser Schlachtplan sieht wie folgt aus: Wir wollen freie Sicht auf die Bühne und möglichst nah ran - also scheidet der Innenraum schon mal aus. Noch wie wir so an dem Plan feilen, geht alles ganz schnell. Die Warteschlange gerät in Bewegung, die Karten werden kontrolliert und dann geht die Suche nach einem Platz auch schon los.

Keine fünf Minuten später, nach einem halben Marathon durch die Halle (oder vielmehr um die Halle einmal rum), haben wir einen super Sitzplatz mit freiem Blick auf die Bühne, rechts neben der Bühne. Das hat ja schon mal super geklappt! Nach über einer Stunde Warten, ging es dann los. Der Saal wird schlagartig dunkel und es ist nur das Flattern von Blacky zu hören, der hörbar über den Köpfen der vollen, aber nicht ausverkauften, Halle kreist. Und dann geht alles ganz schnell. Man hört die Drei ??? wie sie in der Kanalisation nach ihrem gefiederten Haustier suchen und dann rutschen Oliver Rohrbeck, Jens Wawrzeck und Andreas Fröhlich, die Drei ???, durch ein Rohr mitten auf die Bühne. Und damit beginnt die Show und die Suche nach dem Rätsel um den seltsamen Wecker.

Auf der Bühne sind die Sprecher und Schauspieler eifrig bei der Sache und man merkt, dass die ganze Mannschaft Spaß bei der Arbeit hat. Neben Rohreck, Wawrzeck und Fröhlich darf natürlich auch Helmut Krauss als Erzähler Alfred Hitchcock nicht fehlen. Dazu kommen noch Luise Lunow, Cornelia Meinhard, Peter Weis, Sascha Rotermund, die alle auf der Bühne richtig Gas geben. Und der wichtigste Mann des Abends ist Geräuschemacher Peter "Das Pferd" Klinkenberg. Für die musikalischen Feinheiten sorgen Jan-Peter Pflug und Tilmann Ehrhorn.

live and ticking - eintrittskarte

Man merkt schnell, dass die Version des "seltsamen Wecker 2009" absolut nichts mehr mit dem ursprünglichen Fall Nr. 12 aus dem Jahr 1980 zu tun und eigentlich ist nur der schreiende Wecker übrig geblieben. Doch das macht nichts, schließlich dauert die Show über zwei Stunden und man möchte unterhalten werden. Und was die Unterhaltung angeht, wird in dieser Show wahrhaft nicht gegeizt. Im Vergleich zu den früheren Touren ist auch das Bühnenbild um Welten größer, bunter und bombastischer. Hier wird geklotzt und nicht gekleckert. Sogar Bob ist im Computerzeitalter angekommen und hält jetzt, als zuständiger Detektiv für Recherchen und Archiv, informative Powerpointvorträge. Und wir wissen spätestens jetzt, dass Peter nicht nur unter einer Katzenhaarallergie leidet, sondern auch die rechte Hand von Alfred Hitchcock ist und diesem wertvolle Tipps zu seinen neuesten Filmprojekten gibt. So hätte es beispielsweise "Die Vögel" in dieser Art nie gegeben, denn wäre es nach Hitchcock gegangen, würden in diesem Thriller viele, kleine Eichhörnchen die Hauptrolle übernehmen.

Wie gesagt, es wurde viel geboten und die Fans waren begeistert. Ich persönlich fand jedoch die früheren Shows wie die "Master of Chess"-Tour oder die 25-Jahr-Feier in der Hamburger Color Line Arena irgendwie besser. Auch wenn das Duett von Peter und Bob oder Justus' Drogenrausch wunderbar einmalig waren. Eins steht jedenfalls fest: Die drei ??? schaffen es auch noch nach über 30 Jahren, Massen zu begeistern.



Stimmen nach der Show:

"Es war einfach genial! Ich war ja erst schon sehr skeptisch, aber meine Befürchtungen
- da stehen einfach 3 Leute auf der Bühne, erzählen was und ich höre zu - wurden komplett zerstreut.
Ich würde jederzeit wieder mitgehen und viele Freunde mitnehmen."


"Ein bisschen schade fand ich allerdings, dass sie so sehr von der Original Folge abgewichen sind
- da hätte man sich ein bisschen mehr dran halten können finde ich. Aber es war sehr lustig.
Und beachtlich fand ich v.a. auch dass es nicht ins alberne abgetrifftet ist, sondern richtig gut war.
Interessant war auch dem Geräuschemacher so über die Schulter schauen zu können und die
Geräusche so mal zuordnen zu können. Und die Musikuntermalung fand ich auch sehr schön."


"Also mir hat es sehr gut gefallen, bin bei sowas auch gerne wieder dabei. War eine sehr gute Idee
und ein schöner Abend."




Zeitungsberichte zur Tour aus dem Netz:


Internet:
www.dreifragezeichen.de

 

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